Die Kluckner in Brand/Telfs

Im kleinen, seit Jahrhunderten besiedelten Telfer Ortsteil Brand in Tirol, wohnen seit fast 200 Jahren Kluckner-Familien, deren Vorfahren aus Leutasch stammen.  Die ersten von ihnen, die wir namentlich kennen, sind Michael Kluckner „Mugger“ und Katharina Nairz, die um 1678 heiraten.

Das Haus dieser Familie in Leutasch/Obern ist der „Bichl-Hof“, das später „Mugger-Hof“ genannte Anwesen, heute ein Erbhof mit der HNr. 45.

Zur damaligen Zeit gibt es noch eine zweite Kluckner-Familie in Leutasch, die vermutlich zum selben Clan gehört. Allerdings stirbt diese Kluckner-Linie bald aus, sodass alle später in Leutasch anzutreffenden Kluckner-Namensträger auf Michael Kluckner „Mugger“ und seine Frau Katharina Nairz zurückgehen.

Wir kennen acht Kinder dieser Eheleute: 

  • Stefan Kluckner (geb. 25.1.1679), heiratet am 15.2.1705 Magdalena Heis.
  • Elisabeth Kluckner (geb. 8.10.1680), heiratet am 9.9.1721 den Witwer Sebastian Neuner.
  • Mathias Kluckner (geb. 6.9.1682), heiratet am 10.5.1705 Maria Neuner.
  • Katharina Kluckner (geb. 15.4.1685), heiratet in 1. Ehe am 24.4.1712 Giulielmus Sailer und in 2. Ehe am 26.4.1716 Blasius Gapp.
  • Maria Kluckner (geb. geb. 20.11.1686), heiratet am 3.5.1706 Thomas Heis.
  • Emmerentia Kluckner (geb. 22.1.1690), heiratet am 27.6.1734 Nairz Philipp.
  • URBAN KLUCKNER (geb. 20.5.1692), heiratet am 8.2.1722 BRIGITTA NAIRZ. Siehe dazu die weiteren Ausführungen.
  • Anton Kluckner (geb. 10.1.1695), verstirbt als  Kleinkind.

4 Mädchen und 3 der 4 Buben (einer ist schon als Baby verstorben) aus dieser Familie schließen eine Ehe. Über diese sieben Kinder entwickelt sich in Leutasch und weit darüber hinaus einen großen Clan.

Der „Mugger-Hof“ in Oberleutasch (Aufnahme 2021), Stammhaus vieler Leutascher Familienclans, u.a. aller heute in Leutasch lebenden Kluckner. Auch die ersten bekannten Kluckner-Ahnen der Kluckner-Familien in Brand stammen von diesem uralten Hof. 

1. Gemeinsame Kluckner-Ahnen

Die Erarbeitung dieser Familiensaga über die Kluckner in Brand hat auch einen sehr persönlichen Hintergrund, der hier nicht verschwiegen werden soll: Die Mutter bzw. Großmutter der Betreiber dieser Homepage „hausersaga.at“ ist eine geborene „Kluckner“, sie stammt aus dem Leutascher „Hackl-Clan“. Auch der Leutascher „Hackl-Clan“1 geht, was die Träger des Familiennamens Kluckner betrifft, auf die oben genannten Ur-Ahnen Michael Kluckner und Katharina Nairz zurück.

Deshalb bitten wir Dich als Besucher dieser Seite um dein wohlwollendes Verständnis, wenn im Interesse der Homepage-Besucher aus unserem eigenen Familienclan der ein oder andere Bezug zwischen den „Brandner-Klucknern“ und den „Hackl-Klucknern“ hergestellt wird.

Unsere ersten (gemeinsamen) namentlich bekannten Kluckner-Ahnen in Leutasch.

Unsere beiden „Kluckner Linien“ trennen sich allerdings bereits bei den Enkeln unserer ersten bekannten Vorfahren, bei zwei Söhnen von Urban Kluckner und Brigitta Nairz (Eheschließung 1722), also vor beinahe drei Jahrhunderten:

bei Andreas Kluckner (geb. 1722), verehelicht 1756 mit Elisabeth Kleisl, 

und dessen Bruder Kaspar Kluckner (geb. 1737), verehelicht 1761 mit Anastasia Neuner.

Die Nachkommen unserer gemeinsamen Vorfahren Urban Kluckner und Brigitta Nairz

Ein Enkel des erstgenannten Andreas Kluckner (geb. 1722) ist der gleichnamige Andreas Kluckner (geb. 1808), der am 21.8.1837 zur Erbtochter Theres Krug auf den „Brandnerhof“ nach Brand zieht und mit ihr die dortige „Kluckner-Dynastie“ begründet, die heute beide Hofstellen in Brand besitzt.

Sein Bruder Kaspar Krug bleibt in Leutasch, heiratet 1761 die Anastasia Neuner, 4 Generationen später wird sein Ur-Ur-Enkel Alfred Kluckner „Hackl“ mit seiner ersten Frau Aloisia geb. Heis „Hoarachin“ und seiner zweiten Frau Paula geb. Heißl (aus Bozen) der Großvater von uns 39 „Hackl-Cousinen“ und „Hackl-Cousins“.

 

Die Trennung unserer Kluckner-Ahnenlinien vor fast 300 Jahren.

Interessanterweise gibt es auch später noch Verbindungen zwischen den „Brandner-Kluckner“ und den „Hackl-Kluckner“. Z.B. zwischen Michael Kluckner (1909-1981) „Bandner Michl“ und seiner Familie und unserem Josef Kluckner (1914-1990) „Hackl Seppl“ und seine Frau Anna geb. Albrecht (1923-1987). Der Brandner Michl hütet jahrzehntelang die Schafe auf der Wang-Alm, auf der Nachbaralm (Gaistalalm, Rotmoos) hüten zur selben Zeit der Hackl Seppl mit seiner Frau Anna geb. Albrecht. Die Familien sind eng befreundet

Josef Kluckner „Hackl Seppl“ (li) und sein Nachbarhirte Michael Kluckner „Brandner Michl“ (re, mit einem Gast). 

 

Hochzeitsfoto Seppl Kluckner und Anna Albrecht 25.11.1946. 

2. Die kleine Ansiedlung in Brand/Telfs

Brand ist eine kleine Ansiedlung oberhalb des Telfer Ortsteiles Sagl, heute mit dem alten, ursprünglichen Hof, und mit im Wesentlichen drei neueren Gebäuden (zwei stattliche Wohnhäuser, ein großer Stall mit integrierter Schlachterei) und einer dem Hl. Martin geweihten Kapelle.

 

Heute ist der Weiler bequem über eine kurze, erst 1976 erbaute Stichstraße, die kurz nach Telfs von der Straße nach Mösern abzweigt, erreichbar. Bis dahin war Brand durch Jahrhunderte eine abgelegene Hofstelle auf einer uralten Rodungsfläche, zu der man nur über einen Karrenweg kam, der von Telfs über Sagl und Brand weiter nach Buchen und Leutasch führte.

Der Telfer Ortsteil „Brand“ oberhalb von Telfs/Sagl. Am Fuß der Hohen Munde das Kirchlein von Birkenberg. Aufnahme 2021.

 

Luftaufnahme von Brand, Gemeinde Telfs (gelber Kreis). Links der Ortsteil Sagl, am Bildrand rechts unten der Ortsteil Bairbach. 

 

Die Telfer Ortsteile Sagl und Brand im Franziszeischen Kataster von 1856 (rot Wohngebäude, gelb Wirtschaftsgebäude).

Die Anfänge dieser alten Hofstelle liegen im Dunkel. Wenn die „Scheinwerfer“ der ersten verfügbaren Dokumente Licht auf die Geschichte dieses schönen Fleckens (mit einer herrlichen Aussicht hinunter ins Inntal) bringen, befinden wir uns bereits in der Mitte des 16. Jahrhunderts: in einer „Abrechnung“ vom 4.5.1563 ist die Rede davon, dass ein Martin Sailer, nun ansässig in Bairbach, einem Wolfgang Zauscher seinen „Hof zu Prant“ (halbe Hofstelle) um 456 Gulden verkauft, dieser aber bisher den Kaufpreis nicht wie vereinbart bezahlt hat2. Die Modalitäten der Bezahlung werden neu geregelt.

Wolfgang Zauscher stammt ursprünglich aus Leutasch und heiratet auf den „Vogel-Ropf“ (heute „Ropfer Stuben“) in Buchen.

Martin Sailer ist der Schwager von Wolfgang Zauscher. Er ist in erster Ehe ebenfalls mit einer Tochter vom „Vogel-Ropf“ verehelicht. Er besitzt mit ihr in Brand den „Brandnerhof“. Nach deren Tod zieht Martin Sailer mit seiner zweiten Frau vom „Brandnerhof“ nach Bairbach und verkauft deshalb den „Brandnerhof“.

Ab diesem Zeitpunkt bis heute ist die Geschichte des „Brandnerhofes“ (inkl. des später daraus hervorgegangenen „Gasslerhofes“3,  der dem Schloss und Kastenamt Hertenberg grundrechtspflichtig war, durch die exzellente Arbeit von Dipl. Ing. Wolfgang Humer lückenlos dokumentiert. Viele der hier zusammengestellten Daten und Fakten stammen von ihm, er hat sie dem Autor dieser Familiensaga und damit allen Interessenten dankenswerterweise sehr gerne zur weiteren Verfügung überlassen.

Der Telfer Weiler Brand und die Lottenseehütte der „Gasslerhof-Besitzer“ Martin und Sonja Kluckner (Ausschnitt aus einer Kompass-Wanderkarte).

Auf den zweiten uns bekannten „Brandnerhof“-Besitzer Wolfgang Zauscher (nach Martin Sailer) folgen zuerst drei Generationen von Besitzern mit dem Familiennamen Krug, ehe der letzte in dieser Reihe, Hans Krug, in seinem am 12.9.1665 errichteten Testament verfügt, dass nach seinem Ableben der „Brandnerhof“ unter seinen beiden Söhnen Hans Krug und Veith Krug geteilt werden soll. Nach seinem Tod erhalten den Hof zur Hälfte Hans Krug, und statt dem ursprünglich vorgesehenen Sohn Veith Krug der andere Sohn Nikolaus Krug die zweite Hofhälfte. Beide Höfe bleiben weiterhin im Eigentum von Krug-Familien.

Historische Luftaufnahme von Brand, Richtung SO, vor 1990.

Von nun an gibt es somit zwei getrennte „Hofstellen“ unter einem Dach.

→ Den ebenerdigen Teil übernimmt (im Wesentlichen) Hans Krug, dieser Hof wird seit 1837 nach den damaligen Besitzern  „Gasslerhof“ genannt.

→ Den oberen Teil im ersten Stock übernimmt der Bruder Nikolaus Krug, dieser Hof heißt bis heute „Brandnerhof“.

→ Der Dachboden wird in zwei Besitzhälften geteilt.

Im heutigen Sprachgebrauch werden die Bewohner des Erdgeschosses („Gasslerhof“) die „Unteneier“ genannt, die Bewohner des oberen Stockwerkes („Brandnerhof“) die „Obenauer“. Beide Hofstellen sind heute im Besitz von Kluckner-Familien.

Währen der „Brandnerhof“ durch weiter 10 Generationen (mit einer Ausnahme) bis 1881 im Besitz von Krug-Familien bleibt, ehe er an einen Kluckner-Besitzer (Andreas Kluckner) geht, übernimmt die andere Hofstelle „Gasslerhof“ bereits eine Generation vorher (nach 9 Generationen Krug-Besitzern) für zwei Generationen die Familie Gassler, ehe auch dieser Hof an einen Kluckner-Besitzer (Alois Kluckner) geht.

Die dem Hl. Martin geweihte Kapelle in Brand direkt ober dem alten Hof am alten Karrenweg von Telfs nach Buchen.

Das Innere der gepflegten Kapelle mit Elsa Kluckner vom Brandnerhof.

Ein Marterl neben der Kapelle für den 2013 im angrenzenden Wald bei Holzarbeiten tödlich verunglückten Manfred Schneider (Alle drei Aufnahmen 2020).

 

3. Der erste (bekannte) Kluckner in Brand ist eine KlucknerIN

Bereits vor 400 Jahren begegnet uns der Familienname Kluckner in Brand: eine Ursula Kluckner ist mit Hans Krug (dessen Vorfahren aus Leutasch stammen) verehelicht, der von 1638-1665 den damals noch ungeteilten „Brandnerhof“ besitzt (der Hof wurde nach ihm auf zwei seiner Söhne aufgeteilt, s.o.).

Ursula Kluckner hat einen Bruder Georg Kluckner, der das elterliche Erbe (der verstorbene Vater hieß Hans Kluckner) übernimmt. Leider wissen wir nicht, wo diese Familie ansässig ist, vermutlich aber in Leutasch.

Aus der Ehe von Hans Krug und Ursula Kluckner stammen vier Söhne:

  • Hans Krug, der aus dem Erbe des Vaters die eine Hofhälfte (später „Gasslerhof“ genannt) übernehmen wird und die Maria Schilcher.
  • Nikolaus Krug, geb. cà 1648, der die andere Hofhälfte übernehmen wird (den „Brandnerhof“) und Elisabeth Praxmarer.
  • Jakob Krug, der die Maria Kranebitter.
  • Veith Krug, geb. cà 1654, heiratet die Katharina Hagele.

Spärlich vorhandene Dokumente lassen darauf schließen, dass (auch?) in dieser Familie nicht immer die Sonne scheint:

Am 19.3.1639 wird in einer „Einigung“ vor der „Hertenbergischen Obrigkeit“4 den Eheleuten Hans Krug und Ursula Kluckner‚ in Kraft ihres einander kirchlich geleisteten Gelübdes von obrigkeitswegen ernstlich auferladen, ihre Ehe und Beiwohnung unzertrennlich und ungeschmälert zu halten, damit in Zukunft Klagen des einen oder anderen Ehepartners vermieden werden (die auch bisher nicht nötig gewesen wären), die wegen Befassung der Obrigkeit nur Kosten verursachen‘. (Sinngemäße Formulierung und Fettdruck von mir). Hintergrund der offensichtlich laufenden Zwistigkeiten dürfte die verfügte, aber ausstehende Mitgift der Ehefrau sein, die ihr Bruder Georg Kluckner (s.o.) als Inhaber des elterlichen Erbes bisher schuldig geblieben ist.

Der Vater Hans Krug bestimmt in seinem Testament (12.9.1665), dass nach seinem Ableben die Söhne Hans und Veith Krug (der Älteste und der Jüngste der vier Söhne) den Hof aufteilen und übernehmen sollten. Tatsächlich wird der Hof aber nach seinem Tod5 unter den beiden ältesten Söhnen Hans und Nikolaus Krug (statt Veith Krug!) geteilt – warum ist uns nicht bekannt.

Am 18.2.1674 protokolliert die inzwischen verwitwete Ursula Kluckner (ihr Mann Hans Krug ist um 1665 verstorben) eine Schenkung. Der „Brandnerhof“ ist durch einen Unglücksfall „vellig zu Aschen verprunnen“, alle vier Kinder (die beiden Besitzersöhne und die zwei weichenden Söhne) sind deshalb „in hechste Armut geraten“. Deshalb schenkt‚“deren eheleibliche liebe Mutter… aus mütterlicher Treue“ (sinngemäße Formulierung und Fettdruck von mir) den beiden besitzenden Söhnen insgesamt 100 Gulden, und den beiden weichenden Söhnen ebenfalls 100 Gulden aus dem bei den Besitzersöhnen innehabenden 600 Gulden6. Aber bereits am nächsten Tag, dem 19.2.1674, widerruft sie diese Schenkung und verfügt testamentarisch7, dass die je 50 Gulden an die Besitzersöhne aus ihrem Nachlass, und das restliche Erbe allen vier Brüdern zu gleichen Teilen zusteht – wer immer da interveniert hat…..

Nach dem Tod ihres Ehemannes Hans Krug heiratet die hinterlassene Witwe Ursula geb. Kluckner in zweiter Ehe den Mathias Pischl, einen Weisgerber in Telfs. Aus dieser Ehe dürften keine weiteren Kinder stammen.

In den nächsten eineinhalb Jahrhunderten sind uns keine weiteren Kluckner-Namensträger in Telfs/Brand bekannt.

 

4. Die Kluckner werden in Brand sesshaft

Der nächste uns bekannte Kluckner in Brand/Telfs kommt 2 Jahrhunderte nach Ursula Kluckner (s.o.) hierher: es ist der erste dortige (männliche) Kluckner-Besitzer Andrä Kluckner, geb. am 11.6.1808 in Leutasch/Plaik ein Sohn der Eheleute Johann Kluckner und Maria Neuner. Er heiratet zur Hofbesitzerstocher Maria Theresia Krug nach Brand. Sie übernehmen einen Hof, dessen Besitzer bereits seit 1562 namentlich bekannt sind (s.o.).

Der Vater von Andreas Kluckner, Johann Kluckner (1767-1835), ist ein Ur-Enkel der ersten bekannten Leutascher Kluckner-Vorfahren Michael Kluckner und Katharina Nairz (s.o.). Johann Kluckner ist Bauer und Weber und wohnt mit seiner Familie in Leutasch/Plaik, seine Eltern sind Andreas Kluckner und Elisabeth Heis.

Die Mutter von Andreas Kluckner, Maria geb. Neuner (1768-1843), ist die Tochter von Ambros Neuner in Leutasch/Obern und seiner Frau Theres Wackerle aus Scharnitz. Eine Nichte von Maria Neuner, Anna Neuner (geb. 25.1.1810 als Tochter von Maria Neuners Bruder Johann Neuner, verehelicht mit Maria Rauth), heiratet am 19.7.1837 den Josef Gassler, Besitzer des „Gasslerhofes“ von 1837-1892 (s.u.).

Die Kinder von Johann Kluckner und Maria Neuner (und damit die Geschwister des ersten Kluckner-Brandnerhof-Besitzers Andreas Kluckner) in Leutasch sind:

  • Augustin Kluckner (28.7.1799-6.11.1858), er übernimmt den elterlichen Hof in Leutasch und heiratet am 24.4.1843 in Oberleutasch die Maria Rauth. Sie haben keine Kinder (eine Totgeburt), das Haus übernimmt nach ihnen eine Familie Rofner, anschließend eine Familie Neuner.
  • Rosina Kluckner (27.2.1801-15.6.1874), heiratet am 27.4.1835 zum Andrä Heis („Lippn Ander“) nach Leutasch Platzl, wo sie das Haus von Franz Wackerle und Martha Pfefferle übernehmen, die das Haus 1830 verkaufen und nach Innsbruck/Kranebitten auf den Kerschbuchhof ziehen. Aus der Ehe von Rosina Kluckner und Andrä Heis entstammen sechs Kinder. Das Haus übernimmt zuerst der älteste Sohn Franz Heis (verehelicht mit Theresia Neuner), anschließend deren Tochter Marianna Heis, zu der 1899 der Ehrenreich Rödlach Eine Tochter aus dieser Ehe (insgesamt vier Kinder), Antonia „Toni“ Rödlach heiratet am 28.4.1930 den Andreas Reindl, die Großeltern des heutigen „Ferl-Hof“-Besitzers und Waldhüters Martin Reindl.
  • Magdalena Kluckner (27.3.1805-13.1.1892), heiratet am 24.4.1843 nach Leutasch/Stadlanger den Josef Draxl. Ihre beiden Kinder werden sehr alt, versterben aber beide ledig: Andreas Draxl, geb. 10.2.1844, wird Mesner und verstirbt mit 84 Jahren am 12.12.1928, Rosina Draxl, geb. 1.12.1845, verstirbt am 28.8.1920 mit 74 Jahren.
  • ANDREAS KLUCKNER (11.6.1808-16.7.1879) heiratet am 21.8.1837 nach Telfs/Brand zur dortigen „Brandnerhof“-Erbin THERES KRUG. Siehe die weiteren Ausführungen.

 

Die ersten Kluckner-Besitzer in Brand, Andreas Kluckner (mit seinen Geschwistern) und Maria-Theres Krug. Darüber ihre Eltern.

Andreas (Andrä) Kluckner wird durch seine Verehelichung am 21.8.1837 mit der am 9.10.1813 in Brand geborenen Erbtochter des „Brandnerhofes“ M. Theresia Krug der erste Kluckner-Besitzer in Telfs/Brand.

Seine Frau hat den Hof als Alleinerbin in der Verlassenschaft ihres am 22.3.1835 verstorbenen Vaters Alois Krug an sich gebracht. Als Minderjährige wird sie der Verlassenschaftsabhandlung von ihrem Vormund Thaddäus Zimmermann aus Buchen vertreten. 1836 wird Theres Krug (mit 23 Jahren!) für volljährig erklärt.

Die andere Hofstelle „Gasslerhof“ (unter dem gleichen Dach) übernimmt im gleichen Jahr 1837 Josef Gassler, der am 19.7.1837, also einen Monat vor der Eheschließung des neuen Nachbarn Andreas Kluckner, dessen Cousine Anna Neuner (Tochter von Johann Neuner und Maria Rauth, s.o.) ehelicht.

In der Zeit der Vormundschaft von Theres Krug 1835/1836 (sie ist mit 23 Jahren noch nicht volljährig, aber Alleinbesitzerin des vom Vater geerbten Hofes) sind auf dem „Brandnerhof“ drei Knechte (Patrizius Neuner, Lorenz Neuner, Johann Klotz) und eine Dirn (Maria Klotz) beschäftigt8.

Im Viehstandsausweis von 1849 (Theres Krug ist nun 36 Jahre alt und seit 12 Jahren verheiratet) scheint ihr Ehemann Andrä Kluckner mit 5 Kühen, 4 Ochsen, 5 Kälbern über 1 Jahr, 2 Widder, 6 Schafen, 2 Lämmern und einem Schwein auf9, der „Brandnerhof“ ist für damalige Verhältnisse also ein stattliches Anwesen.

Andreas Kluckner und Theres Krug haben miteinander 9 Kinder, von denen einige – wie damals leider sehr oft – bereits im Kindesalter versterben:

  • Katharina Kluckner (4.9.1838-16.3.1892), bleibt ledig.
  • Paul Kluckner (16.2.1840-3.4.1840), verstirbt als Baby.
  • Maria Anna Kluckner (18.3.1841-30.12.1907), heiratet am 27.5.1872 den Josef Föger, Sohn von Anton Föger und Anna Staudacher.
  • PAUL KLUCKNER (7.5.1843-22.5.1926), „nachgetauft“, übernimmt den „Brandnerhof“, heiratet am 1.8.1881 die MARIANNA REINDL vom „Itzl“ in Unterleutasch (siehe die weiteren Ausführungen).
  • Aloys Kluckner (25.10.1844-13.3.1846), verstirbt als Kleinkind.
  • Susanna Kluckner (23.8.1846-4.4.1903), heiratet am 26.5.1879 den Franz Nairz auf dem „Menthof“ in Mösern. Dessen Vater Daniel Nairz kauft diesen Hof 1866 von Josef Krug und übergibt ihn an seinen Sohn Alois Nairz, der ihn 1879 an seinen Bruder Franz Nairz weitergibt. 

Franz Nairz besitzt diesen „Ment-Hof“ bis 1904, wo er ihn an seinen einzigen Sohn Alois Nairz übergibt.

  • Josepha Kluckner (20.9.1848-26.9.1848), verstirbt als Baby.
  • Vinzenzia und Lea Kluckner, die Zwillinge kommen am 27.11.1849 auf die Welt, versterben aber beide als Kleinkinder an den „Freisen“: Vinzentia Kluckner am 18.2.1850, Lea Kluckner am 22.2.1850, b.
Die Nachkommen von Andreas Kluckner und Theres Krug, darunter der Nachfolger auf dem „Brandnerhof“ Paul Kluckner und seine Frau Marianna Reindl.

Bemerkenswert ist, dass die Eheleute Andrä Kluckner und Theres Krug nach 42 gemeinsamen Ehejahren am gleichen Tag(!) versterben: am 16.7.1879 verstirbt um 9h vormittags die Ehefrau Theres Krug mit 68 Jahren an „Schlagfluss“, an ebendemselben Tag verstirbt um 5h abends im Alter von 72 Jahren und nach achtstündigem Witwer-Dasein Andrä Kluckner an „Lungenlähmung.

Die Verlassenschaft der beiden Eheleute wird am 27.1.1881 abgehandelt, den Hof erhält der Sohn Paul Kluckner.10.

5. Die zweite Kluckner-Generation als Besitzer des „Brandnerhofes“

Paul Kluckner (7.5.1843-22.5.1926) übernimmt am 27.1.1881 den elterlichen Hof aus der Verlassenschaft seiner Eltern Andreas Kluckner und Theres Krug. Das Aktivum beträgt 3.279 Gulden und 50 Kreuzer, dem steht ein Passivum von 1.875 Gulden. Seinen Schwestern Katharina Kluckner und Susanna Kluckner muss er je 900 Gulden, der Schwester Marianna Kluckner 800 Gulden Erbgeld hinauszahlen. Vom Acker des Vaters erhält die Schwester Katharina Kluckner die lebenslängliche Nutzung. Das entspricht für den Übernehmer einer jährlichen Zinsenlast von 179 Gulden11.

Ein paar Monate nach der Hofübernahme heiratet Paul Kluckner mit 38 Jahren am 1.8.1881 die um 10 Jahre jüngere Maria Anna (Marianna) Reindl (21.11.1853-1.11.1911), Tochter des Daniel Reindl „Itzl“ und der Kreszenz Heiß in Unterleutasch. Der „Itzler“ mit der (damaligen) HNr. 180 ist der Nachbarhof vom „Hackl-Hof“. Marianna Reindl ist eine Tante des legendären Leutascher Oberlehrers, Organisten, Dorfchronisten usw. Mathias Reindl, und außerdem eine Schwester von Aloisia Reindl, der Großmutter der Seefelderin „Poppi“ (Aloisia) Heigl.

 

Paul Kluckner (1843-1926), Marianna geb. Reindl (1853-1911).

Aus der Ehe von Paul Kluckner und Marianna Reindl gehen 13(!) Kinder hervor:

  • MICHAEL KLUCKNER (26.7.1882-10.11.1958), übernimmt den elterlichen „Brandnerhof“, heiratet am 19.7.1909 die CHRYSELDIS NAIRZ (22.5.1884-28.12.1938). Siehe die weitern Ausführungen unten.

 

Michael Kluckner (1882-1958) und Chryseldis Nairz (1884-1938).

 

  • Maria Kluckner (14.7.1883-14.11.1952), heiratet in 1. Ehe am 10. Jänner 1910 Alois Schennach (26.1. 1851-3.10.1911), Sohn vom „Locher“ Josef Schennach in Platten/Telfs (geb. in Wildermieming) und Josefa Ruech (19.3.1814-4.3.1886), und als Witwe in 2. Ehe am 24.7.1916 Heinrich Krug (6.7.1865-8.3.1945), einen Wirtssohn aus Hatting, Sohn des Josef Krug vom Küblhof in Mösern und seiner Frau Filomena Geyr, ebenfalls eine Wirtstochter, geb. in Hatting.

 

Maria Kluckner (1883-1952), verw. Schennach, verehel. Krug.

Aus der 1. Ehe von Maria Kluckner mit Alois Schennach entstammen zwei Töchter:

– Maria Schennach (geb. 10.11.1910), heiratet am 15.4.1935 in Hatting den Josef Schöpf (geb. am 27.7.1908 in Oetz), nach dem Tod von Maria Schenach heiratet Josef Schöpf in 2. Ehe am 4.11.1960 die Anna Hilda Wimmer.

– Aloisia Schennach (geb. 17.10.1911), heiratet am 27.2.1933 in Stams den Tobias Penz.

Aus der 2. Ehe von Maria Kluckner mit Heinrich Krug stammen die Kinder

– Paula Krug (geb. 1917),

– Josef Krug (geb. 1919),

– Anna Rosina Krug (geb. 1920) und

– Elisabeth Krug (geb. 1921).

Nach dem Tod ihres Vaters Alois Schennach erhalten dessen beide damals noch unmündigen Töchter  Maria Schennach und Aloisia Schennach den „Locherhof“ in Platten, den für sie die Mutter weiterführt.

Nach ihrer Eheschließung übergeben die Schwestern den Hof mit Übergabevertrag vom 20.7.1939 ihrem Stiefbruder Josef Krug (geb. 1719). Dieser heiratet die Agnes Artho (13.1.1918-26.3.2003) aus Pettnau und hat mit ihr die zwei Kinder:

– Josef Krug, der 1971 den „Locherhof“ übernimmt, und

– Brigitte Krug, später verehel. Kreuzer.

Aus der Familie Artho, die ursprünglich aus der Schweiz über das Außerfern nach Pettnau kommt, stammt auch Hilde Artho, geb. 24.3.1961, die am 3.6.1993 den Josef Kluckner „Hackl“ (geb. 28.2.1959), Bauer und Fiaker in Oberleutasch, heiratet, einen Sohn unseres Onkels Seppl Kluckner „Hackl“ (8.6.1914-7.4.1990) und seiner Frau Anna Albrecht (4.9.1923-5.3.1987).

 

Agnes Krug geb. Artho (1918-2003) und Hilde Kluckner geb. Artho.

 

  • ALOIS KLUCKNER (30.8.1884-12.11.1917), übernimmt den „Gasslerhof“, fällt aber ledigen Standes im Krieg am Monte Pertica bei Feltre. Siehe unten unter „Gasslerhof“.
  • Paulina Kluckner (2.6.1886-3.6.1974), wird Ordensschwester namens Sr. Salesiana bei den Barmherzigen Schwestern in Zams, wo sie auch verstirbt.
  • Andreas Kluckner und Zwillingsbruder Franz Kluckner (geb. 5.10.1887). Andreas verstirbt bei der Geburt, Franz am 3.7.1888.
  • Lea Vinzentia Kluckner (27.4.1889-26.12.1968), wird wie ihre Schwester Paulina Kluckner (s.o.) Ordensfrau bei den Barmherzigen Schwestern in Zams namens Sr. Gabriela.
Sr. Salesiana (Paulina Kluckner) und Sr. Gabriela (Lea Vinzentia Kluckner), Barmherzige Schwestern in Zams.

 

  • ANDREAS KLUCKNER (3.2.1891-21.4.1961), „nachgetauft“, übernimmt an Stelle des im Krieg gefallenen Bruders Alois Krug (s.o.) den „Gasslerhof. Er heiratet am 11.9.1922 die MARIA NEUNER (5.12.1891-13.10.1981). Siehe unten unter „Gasslerhof).
  • Elisabeth Kluckner (17.7.1892-27.11.1923), heiratet am 3.7.1922 den Josef Klotz, geb. am 7.6.1895, Bauer in Bairbach, Sohn von Alois Klotz (geb. 9.6.1849) und der in Buchen im Dienst stehenden Kunigunde Heis (geb. 3.9.1854).

Die Eltern von Alois Klotz sind Anton Klotz (geb. cà 1807, Sohn von Simon Klotz und Elisabeth Lechleitner) und Anna Neuner (geb. cà 1813, Tochter von Johann Neuner und Kreszenz Spiegl) in Bairbach, jene von Kunigunde Heis sind die Oberleutascher Bauern Sebastian Heis (3.2.1814-29.1.1888) und Cäcilia Kluckner (30.11.1811-6.3.1877).

Bemerkenswert aus „Hackl-Sicht“: Sebastian Heis stammt vom „Staches“ in Leutasch/Obern, übersiedelt aber mit seiner Frau Cäcilia Kluckner nach Leutasch/Puitbach. Ein Sohn dieser Eheleute (und somit ein Bruder von Kunigunde Heis), Heinrich Heis „Hoarach“ (5.10.1851-11.5.1904), ist der Vater von Aloisia Heis, der 1. Frau vom „Hackl“ Alfred Kluckner!

 

Kluckner Elisabeth verehel. Klotz (1892-1923).

 

  • Anna Kluckner (10.4.1894-25.7.1928), bleibt ledig.

Anna Kluckner (1894-1928).

 

  • Josef Kluckner (12.1.1896-7.9.1896), verstirbt als Kleinkind.
  • Johann Kluckner (24.10.1897-11.6.1974), bleibt ledig.
  • Daniel Kluckner (16.10.1899-17.10.1899), verstirbt am Tag nach seiner Geburt.
Der Witwer Paul Kluckner (1843-1926) und Kinder: Anna (1894), Elisabeth? (1892), Lea Vinzentia (Sr. Gabriela, 1889), Andreas (1891), Johann (1897), Michael (1882). Um 1910.

 

Die 13 Kinder von Paul Kluckner und Marianna Reindl, unter ihnen die  Nachfolger auf dem „Brandnerhof“ und „Gasslerhof“.

Drei Brüder aus dieser Familie sind für das weitere Schicksal des Kluckner-Clans in Brand/Telfs von Bedeutung, kommt doch in dieser Generation zum „Brandnerhof“ auch der „Gasslerhof“ in den Besitz der Kluckner-Familien:

⇒ Michael Kluckner (1882-1958), verehel. mit Chryseldis Nairz (1884-1938), übernimmt 1915 den elterlichen „Brandnerhof“ von seinen Eltern.

⇒ Alois Kluckner (1884-1917) kauft 1907 den „Gasslerhof“ von Josef Gassler. Er wird allerdings 10 Jahre später ein Opfer des I. Weltkrieges. Er fällt ledigen Standes am 12.12.1917 am Monte Pertica bei Feltre.

⇒ Andreas Kluckner (1891-1961), mit Maria Neuner (1891-1981), übernimmt 1918 (damals noch ledig) an Stelle des im Krieg gefallenen Bruders Alois Kluckner den „Gasslerhof“.

 

Kluckner Michael (1882-1958), Kluckner Alois (1884-1917), Kluckner Andreas (1891-1961).

Nun besitzen also beide Hofstellen in Brand/Telfs Kluckner-Familien. Dies bleibt so bis zum heutigen Tag.

Laut Grundbuchanlegungsprotokoll Nr. 55412 ist das Wohnhaus in Brand/Telfs, EZl 505 II, HNr. 256 (damalige Zählung), Bp 559, seit Generationen materiell in zwei Teile geteilt:

 

Der materiell geteilte Hof in Brand (Skizze von Dipl.Ing. Wolfgang Humer).

⇒ Materieller Anteil 1 „Gasslerhof“:

Ebenerdig: sämtliche Bestandteile zu ebener Erde, ausgenommen 1 Stiege gegen Birkenberg, 1 Keller und 1 Milchkammer an der oberen Hausecke gegen Buchen und 1 Stiege an der unteren Hausecke gegen Bairbach.

Stock: 1 Kammer an der oberen Hausecke gegen Birkenberg, der Dachboden gegen den Berg, ausgenommen jener Teil, welcher sich an der oberen Ecke gegen Buchen befindet.

⇒ Materieller Anteil 2 „Brandnerhof“:

Ebenerdig 1 Keller und 1 Milchkammer an der oberen Hausecke gegen den Stadl, 1 Stiege an der unteren Hausecke gegen Bairbach

Stock: Sämtliche Bestandteile, ausgenommen die zum Anteil 1 gehörige Kammer, der Dachboden gegen das Tal und jener Teil, welcher sich an der oberen Ecke, oberhalb der Milchkammer dieses Anteiles befindet.

Die Stiege zu ebener Erde gegen Birkenberg ist gemeinsam.

Der Eigentümer des Anteiles 1 deckt das Dach vom First aus gegen den Berg, oberhalb seines Dachbodens, bis zum Vordachsparren.

Der Eigentümer des Anteiles 2 deckt das Dach vom First aus gegen das Tal, oberhalb seiner Holzschupfe gegen den Berg und oberhalb des Ganges und der Kammer an der Nordwest-Ecke, den westlich vom Vordachsparren befindlichen Dachteil.

Das Eigentum an Bp. 564, Kapelle ist je zur ideellen Hälfte mit dem Eigentum der vorbeschriebenen 2 Anteile verbunden.

Der aufgeteilte Besitzstand vom „Brandnerhof“ bzw. „Gasslerhof“ im Jahr 1907 (Grafik Humer).

Diese Aufteilung eines Wohnhauses in zwei selbständige Hofstellen und damit einhergehend die Aufteilung der gesamten Liegenschaft ist ein anschauliches Beispiel für die in unserer Gegend praktizierte „Realteilung“ – im Gegensatz zur im Unterland angewendeten „Anerben-Regelung“, wo ein Hof „beisammenbleiben“ muss und nicht geteilt werden darf, sondern an einen Einzigen Nachfolger (Erben) übergeht.

Der Brandnerhof (Obergeschoß) und Gasslerhof (Untergeschoß) als Weihnachtskrippe im Brandnerhof (Aufnahme 2020).

 

6. Die dritte Kluckner-Generation auf dem „Brandnerhof“ und deren Nachkommen

a) Michael Kluckner (1882-1958) und Chryseldis Nairz (1884-1938)

Michael Kluckner (26.7.1882-10.11.1958) ist nach seinem Großvater Andreas Kluckner (1808-1879) und seinem Vater Paul Kluckner (1843-1926) der dritte Kluckner-Besitzer auf dem „Brandnerhof“.

Er übernimmt den „Brandnerhof“, materieller Anteil 2 am Wohnhaus HNr. 256, mit Übergabevertrag vom 24.10.191513von seinem Vater Paul Kluckner.

Michael Kluckner (geb. 1882) als Soldat im Kreis seiner Kameraden.

Am 19.7.1909 heiratet Michael Kluckner die Chryseldis (Kriseldis) Nairz „Ment“ (22.2.1884-28.12.1938) aus Leutasch/Lehner. Später erblindet er.

Hochzeitsfoto 1909: Michael Kluckner (1882-1958) und Kriseldis geb. Nairz (1884-1938).

Der Vulgoname „Ment“ geht auf Clemens Nairz (geb. 6.5.1756, Sohn von Albuin Nairz und Susanna Neuner, Eheschließung 15.6.1699 in Leutasch) zurück, der in Leutasch am 6.5.1756 die Agnes Nairz (Tochter von Mathias Nairz und Eva Neuner, Eheschließung 3.5.1711 in Unterleutasch, damals Pfarre Mittenwald) ehelicht. Dieser Clemens Nairz ist der Urgroßvater von Kryseldis Nairz, die 1909 zu Michael Kluckner auf den „Brandnerhof“ heiratet.

Kriseldis Nairz stammt aus jenem Ment-Familienclan, dessen Mitglieder zu Beginn des 20. Jahrhunderts auf dem ganzen Seefelder Plateau (Leutasch, Seefeld, Mösern) bedeutende Besitzungen innehaben. Zwei Söhne von Daniel Nairz (21.1.1811-18.4.1900) und seiner Frau Juliana Neuner (19.6.1815-4.9.1884) ziehen mit den Eltern nach Seefeld, wo sie den dortigen „Mentn-Clan“ begründen:

⇒ Alois Nairz (geb. 1845), heiratet 1890 die Kreszenz Seelos und übernimmt in Seefeld den vom Vater Daniel Nairz für ihn gekauften Hof in der damaligen Schiffgasse, heute „Bergland“, Innsbrucker Straße 3.

⇒ Andrä Nairz (geb. 1854), heiratet 1887 die Brigitta Leitner und als Witwer in 2. Ehe 1906 die Franziska Roth, er übernimmt in Unterseefeld die Haushälfte Nr. 76 (die andere Haushälfte besitzt der „Grutzger“ Josef Spieß, später Josef Sailer), an dessen Stelle später der „Alpenhof“ errichtet wird.

⇒ Johann Nairz (25.6.1843-12.9.1893), ein weiterer Sohn von Daniel Nairz 1811-1900) und seiner Frau Juliana Neuner (19.6.1815-4.9.1884) wird der Vater von Kriseldis Nairz: übernimmt den elterlichen „Mentnhof“ in Leutasch/Lehner, der von seinem Vater Daniel Nairz 1832 an Stelle des alten Hofes neu errichtet worden ist.

Johann Nairz heiratet am 16.9.1873 in Wallfahrtskirche Absam die Wirtstochter Marianna Scharmer (31.12.1847-20.2.1905), Tochter vom Wirt am „Ropferhof“ in Buchen, Placidus Scharmer und seiner Frau Magdalena Neuner.

 Johann Nairz und Marianna Scharmer haben neben der Tochter Kriseldis Nairz noch sieben weitere Kinder:

– Alois Nairz (geb. 15.1.1874), wird den Hof in Leutasch übernehmen, heiratet 1897 Kreszentia Heis, verstirbt am 7.1.1918.

– Rosalia Nairz (geb. 25.6.1875), heiratet 1895 den Alois Reindl „Sattl“.

– Josef Nairz (geb. 4.5.1877), übernimmt 1907 den „Ropferhof“ vom Bruder seiner Mutter Josef Scharmer, verstirbt aber bereits ledig 1917, den Hof übernimmt sein jüngerer Bruder Ingenuin Nairz.

– Ingenuin Nairz (geb. 28.2.1886). Er heiratet cà 1930 die Maria Kircher, verstirbt am 6.6.1932.

– Aloisia Nairz (geb. 19.6.1879), verstirbt am 3.2.1928.

– Antonia Nairz (geb. 28.7.1881).

– KRISELDIS NAIRZ (geb. 22.2.1884), heiratet zu MICHAEL KLUCKNER auf den „Brandnehof“. Siehe dort.

– Anonyma (10.1.1888).

Michael Kluckner (als Witwer nach Kryseldis Nairz) mit seinen Kindern. Vorne (von li): Margarete (*1921, spätere Jaud), Vater Michael (*1882), Hermann (*1926) und Emma (*1925, spätere Agerer). Hinten (von li): Anna (*1922, spätere Ruef), Maria (*1911, spätere Weratschnig), Michael (*1909) und Rosa (*1912, spätere Oppeneiger).

Michael Kluckner (26.7.1882-10.11.1958) und Kriseldis Nairz (22.2.1884-28.12.1938) haben sieben Kinder:

  • MICHAEL KLUCKNER (11.10.1909-20.6.1981), übernimmt den „Brandnerhof“ von seinem gleichnamigen Vater, er heiratet am 24.4.1933 die MARIA SCHWEIGHOFER. Siehe nächstes Kapitel.

Michael Kluckner (mitte) und vier seiner Geschwister (von li): Hermann, Emma, Michael, Margarete und Anna Kluckner.

 

  • Maria Antonia Kluckner, (29.4.1911-14.9.1959), heiratet am 17.9.1940 in Schwaz den Johann Weratschnig (geb. 23.1.1912). Ihre beiden Söhne sind Josef „Pepi“ Weratschnig (16.3.1946-22.6.2018) und Hansjörg Weratschnig, Fachlehrer an der Landeslandwirtschaftsschule in Imst). 
Maria Kluckner verehel. Weratschnig (1911-1959), und einer ihrer Söhne, Josef Weratschnig (1945-2018)

 

  • Rosa Kluckner (4.12.1912-26.1.1949), heiratet am 29.11.1941 in Telfs den Erich Oppeneiger (3.1913-29.5.1989) aus Oberhofen, Sohn von Franz Oppeneiger (11.6.1875-1.8.1954) aus Altenmarkt im Pongau und seiner Frau Katharina Lassacher, geb. am 20.4.1877 in St.Margarethen, verst. Am 20.4.1958 in Telfs. Deren Eheschließung erfolgt am 11.11.1901 in Altenmarkt im Pongau.

Rosa Kluckner verehel. Oppeneiger verstirbt laut Sterbebild in der Innsbrucker Klinik „in Ausübung ihrer Mutterpflicht“. Ihre Kinder:

– Klaus Oppeneiger, heiratet in Silz Waltraud Heinz, geb.  in Silz.

– Anna Maria Oppeneiger, geb. am 19.12.1947 in Innsbruck, verstorben am darauffolgenden Tag.

 

Rosa Kluckner verehel. Oppeneiger (1912-1949), Erich Oppeneiger (1913-1989).

 

  • Margaretha (Gretl) Kluckner (26.6.1921-2014), heiratet Anton Jaud (16.1.1900-17.5.1987).
Anton Jaud, Gretl Kluckner.

Sie haben drei Kinder:

– Franz Jaud, wird Küchenchef im Seefelder Hotel Astoria und bekocht dort jahrzehntelang die High Society. An der Reception arbeitet Anni Pichler, beide werden ein Paar. Von einem hochzufriedenen hoheitlichen Gast, Prinzessin Basma bint Talal aus Jordanien, bekommen sie (gemeinsam mit Direktor Schneeweis) ein Flugticket nach Jordanien geschenkt, das allerdings auf „Herrn und Frau Jaud“ ausgestellt ist. Da die „Frau Jaud“ allerdings „Pichler“ heißt, kann sie nicht mitkommen. Kurzentschlossen wird innerhalb von 5 Tagen geheiratet, die Papiere umgeschrieben, und die Reise kann angetreten werden. Anni: „Nach 37 Jahren Schwarzarbeit haben wir geheiratet“.

Franz Jaud und Anni geb. Pichler (Aufnahme 2020).

 

– Anton Jaud, heiratet Barbara Dollinger, Professorin im Meinhardinum in Stams.  

Anton Jaud und seine Frau Barbara Jaud-Dollinger.

– Max Jaud, heiratet die Daniela Neurauter.

  • Anna Kluckner, heiratet den Schmiedemeister Alois Ruef aus Oberhofen, Sohn der Oberhofner Alois Ruef (24.1.1883-15.3.1945, Maurergeselle, später Bauer und Nottierarzt) und Kreszenz Ruef. Kinder:

– Alois Ruef,

– Franz Ruef,

– Margarethe Ruef,

– Othmar Ruef.

     

Ann Kluckner (geb. 1922), Alois Ruef (geb. 1912), Oberhofen, Alois Ruef sen (1883-1945)

  • Emma Kluckner (31.5.1925-30.9.2018), heiratet 1949 den Josef Agerer.       

Emmi Kluckner verehel. Agerer (2x), Josef Agerer.

Ihre Kinder:

– Bernadette Agerer,

Bernadette Agerer, geb. 1950.

– Monika Agerer, geb. 1952?, verst. 17.7.2017,

– Christof Agerer,

  • Hermann Kluckner (30.12.1926-28.3.2011), heiratet die Aloisia Kranebitter.  Ihre Kinder:

– Helga Kluckner,

– Rudolf Kluckner.     

Hermann Kluckner (1926-2011), Luisa Kluckner geb. Kranebitter.

 

b) Michael Kluckner (1909-1981) und Maria Schweighofer (1906-1992)

Der „Brandner Michl“ Michael Kluckner, 1909-1981.

   


Maria Kluckner geb. Schweighofer (1906-1992).

Den „Brandnerhof“ übernimmt in der vierten Kluckner-Generation in Brand ein weiterer „Michael“ Kluckner (geb. am 11.10.1909). Er heiratet am 24.9.1933 die Maria Schweighofer (3.5.1906-13.12.1992) aus Birgitz.

Michael Kluckner „Brandner Michl“ ist zwei Jahrzehnte lang Schafhirte auf der Puit-Wangalpe im Gaistal (1954-1974). Deshalb ist er eng befreundet mit den Hirten auf der benachbarten Rotmoosalm (Gaistal-Alm) Seppl und Anna Kluckner („Hackl“). Sie oben.

In der Stube gibt es den einzigen Fernseher von Brand, deshalb versammeln sich hier einmal in der Woche alle Kinder zur Kasperl-Stunde. Michl Kluckner fühlt sich einmal während eines Nickerchens dermaßen gestört, dass er aufspringt und poltert „i hör immer nur Nutsch, Nutsch, Nutsch, wie soll man da schlafen können!“ Daraufhin hat er seinen Spitznamen „Nutsch“, den er allerdings überhaupt nicht gerne hören will, es soll deshalb sogar Ohrfeigen gegeben haben.

Die Eltern von Maria Schweighofer sind der Bauer und Bürgermeister in Birgitz Karl Schweighofer (geb. 29.5.1874) und Amalia geb. Kapferer (25.5.1881-22.3.1908), die am 1.5.1905 die Ehe schließen.

Karl Schweighofer (geb. 1874) und Amalia geb. Kapferer (1881-1908).

Karl Schweighofer und Amalia geb. Kapferer haben zwei Töchter:

  • MARIA SCHWEIGHOFER (3.5.1906-13.12.1992), heiratet MICHAEL KLUCKNER, siehe dort.
  • Emma Schweighofer (geb. 17.4.1907).

Knapp ein Jahr nach der Geburt der zweiten Tochter verstirbt die Mutter Amalia Schweighofer geb. Kapferer am 22.3.1908 mit nur 26 Jahren und knapp 3 Ehejahren bei einer Fehlgeburt.

Der Witwer Karl Schweighofer heiratet fünf Jahre später am 9.9.1913 in 2. Ehe die Maria Rinner (geb. 27.4.1883) in Ellbögen als Tochter der dortigen Bauersleute Johann Rinner und Agnes Seeber.

Aus dieser Ehe stammen die Kinder

  • Josef Schweighofer (geb. am 27.4.1914), heiratet am 7.12.1940 die Maria Nagl,
  • Rosina Schweighofer (geb. 1920) und
  • Heinrich Schweighofer (geb. 1924).

 

Karl Schweighofer (geb. 1874) und seine zweite Frau Maria Rinner (geb. 1883) mit den beiden Töchtern Maria (später verehel. mit Michael Kluckner) und Emma Schweighofer (hinten), sowie den drei gemeinsamen Kindern Josef, Rosina und Heinrich Schweighofer.

Die väterlichen Großeltern von Maria geb. Schweighofer sind Josef Schweighofer (19.3.1827-22.10.1901, Sohn von Anton Schweighofer und Anna Kirchmair, Sölderleute in Birgiz), und die 14 Jahre jüngere Maria Schiestl (7.9.1841-16.9.1912, Tochter von Josef Schiestl und Elisabeth Mark, Bauersleute in Christen/Axams). Sie schließen die Ehe am 9.5.1870.

Für Josef Schweighofer (geb. 1827) ist dies bereits die zweite Ehe nach dem Tod seiner ersten Frau Josefa Abenthung (10.8.1819-11.8.1869, Tochter von Johann Abenthung und Anna Rangger, Bauersleute in Birgitz), die ihre Ehe am 12.1.1857 geschlossen haben.

Die mütterlichen Großeltern von Maria geb. Schweighofer sind Johann Kapferer und Angela Prantl, Bauersleute in Grinzens.

 

Michael Kluckner (geb. 1909) und Maria Schweighofer (geb. 1906) haben fünf Kinder:

  • Karl Kluckner, geboren 1942, verst. 21.12.1942.
  • Johann Kluckner, verstirbt ebenfalls als Kleinkind.
  • ALOIS KLUCKNER, heiratet ELSA HELLRIGL und übernimmt vom Vater den „Brandnerhof“. Siehe nächstes Kapitel.
  • Ida Kluckner, verehelicht mit Hermann Waldhart.
Ida Kluckner verehel. Waldhart (geb. 1933) und Hermann Waldhart.

Ida geb. Kluckner und Hermann Waldhart haben drei Töchter:

– Christl Waldhart

– Gerda Waldhart

 

– Monika Waldhart.

 

  • Paula Kluckner, verehelicht mit Oskar Alber.
              Paula geb. Kluckner und Oskar Alber.

 

Familienmitglieder von Paula Alber geb. Kluckner (1): Ehemann Oskar Alber (2), Tochter Claudia (3) mit Mann, Sohn Thomas (4), Tochter Elisabeth (5) mit Mann (hinten Mitte), Tochter Maria (6) mit Mann (rechts daneben).

 

Drei Kluckner-Geschwister: Paula (spätere Alber), Lois und Ida (spätere Waldhart).

 

Maria Kluckner geb. Schweighofer (geb. 1906), Maria Kluckner geb. Neuner (1891-1981).

Aus der Ehe von Paula geb. Kluckner und Oskar Alber stammen fünf Kinder:

– Elisabeth Alber

 

– Claudia Alber

 

– Maria Alber

 

– Martin Alber

 

– Thomas Alber.

c) Alois Kluckner und Elsa Hellrigl

Durch den Übergabsvertrag vom 11.11.197714 erhält Alois Kluckner den „Brandnerhof“ in der fünften Kluckner-Generation auf diesem Anwesen.

 

Kluckner Alois und Elsa geb. Hellrigl.

Alois („Lois“) Kluckner heiratet Elsa Hellrigl, eine Tochter der Wirtsleute Roman Hellrigl (geb. 21.1.1903 als Sohn von Thomas Hellrigl und Anna geb. Leiter, Bauersleute in Lechen, Telfs) und Nothburg geb. Waldhart (geb. 21.10.1906, Tochter von Michael Waldhart und Maria geb. Schuchter) vom Berggasthof Lehen in Telfs. Die Eltern Roman Hellrigl und Nothburg Waldhart heiraten am 18.5.1931 in Innsbruck/Mariahilf.

Die Familie von Elsa Hellrigl (ohne Elsa!): Großeltern Thomas Hellrigl und Anna geb. Leiter, Eltern Roman Hellrigl und Nothburg geb. Waldhart, Kinder (von li): Roman, Gerda (eine angenommene Tochter vom Gasperhof), Fritz (der spätere Hofübernehmer), ?, Alois (im Krieg gefallen).

Lois Kluckner und Elsa geb. Hellrigl haben vier Kinder (Details siehe unten):

→ Michael Kluckner,

→ Manuela Kluckner,

→ Alfred Kluckner,

→ Klaus Kluckner,

 

  • Michael Kluckner, heiratet die Prisca Zobl.

Michael Kluckner, Prisca geb. Zobl.

Michael Kluckner ist Tischlermeister, jetzt Vertreter bei der Fa. Holzhof Tinzl, Ötztal Bahnhof. Die Eheleute bauen in Telfs ein Haus und haben zwei Kinder:

– Sabrina Kluckner, verehelicht mit Simon Vlachos (Schweiz), Söhne Jannis Vlachos und Noan Vlachos.

– Michael Kluckner, verehelicht mit Martina Wolf, Söhne Elisas Kluckner und Emmanuel Kluckner.

Sabrina Kluckner (geb. 1982), Michael Kluckner (geb. 1984).

 

  • Manuela Kluckner, heiratet in 1. Ehe Reinhold Merten.
Manuela Kluckner, Reinhold Merten (1984), erste Eheschließung.

Aus der Ehe von Manuela Kluckner und Reinhold Merten stammen die Kinder:

– Daniel Merten, und

– Florian Merten. 

Daniel Merten und Florian Merten.

 

Manuela Kluckner verehel. Merten und ihr Mann Reinhold Merten haben sich getrennt, in 2. Ehe ist Manuela geb. Kluckner mit Markus Nairz verehelicht.

 

  • Alfred Kluckner, heiratet Elisabeth Spiegl.

Fredi Kluckner, Elisabeth geb. Spiegl, Sohn Stefan. Hochzeit 1993.

 

Fredi Kluckner und Elisabeth geb. Spiegl.15

Alfred „Fredi“ Kluckner und Elisabeth geb. Spiegl haben zwei Söhne:

– Stefan Kluckner, wird Metzgermeister und ist dabei den elterlichen „Brandnerhof“ zu übernehmen. Er errichtet beim Stall einen EU-konformen Schlachtbetrieb, auf dem vor allem die hofeigenen Produkte produziert werden. Mit seiner Partnerin Elisabeth Kranebitter (die dritte „Elisabeth“ in der Familie neben Elsa geb. Hellriegl und Schwiegermutter Elisabeth geb. Spiegl) hat er eine kleine Tochter Magdalena Kranebitter.

Jungbauer und Metzgermeister Stefan Kluckner mit seiner Partnerin Elisabeth Kranebitter und Tochter Magdalena Kranebitter.

 

– Manuel Kluckner, ist Mechatroniker und Maschinenbauer, arbeitet als Selbständiger in der Schweiz, hat eine Freundin hier in Telfs und kommt regelmäßig (wöchentlich) hierher. Er hat eine Wohnung im Elternhaus.

Manuel Kluckner

Alfred (Fredi) Kluckner und Elisabeth geb. Spiegl übernehmen 2002 den Brandnerhof in der sechsten Kluckner-Generation und betreiben neben der Landwirtschaft das neue stattliche Anwesen mit Freienwohnungen mit der HNr. Brand 3.

Im Stall stehen 10 Mutterkühe, die Kälber werden bis zu einem Jahr großgezogen, es gibt Hennen, Schafe und andere Nutz- und Haustiere. Auf dem Hof mit der eigenen Metzgerei wird gemeinsam mit dem Sohn Stefan Kluckner, der dabei ist, den Hof in der 7. Kluckner-Generation zu übernehmen, alles selber produziert: Würste, Fleischkäse, Stangenwurst, Sulz, Obst, Schnaps, Brot …..

Im neuen Haus werden (neben dem eigenen Haushalt) die 4 Ferienwohnungen von Elisabeth Kluckner (geb. Spiegl) bewirtschaftet. Auf Youtube gibt es dazu mehrere Videos16.

 

  • Klaus Kluckner, heiratet Barbara Oberleitner.

Klaus Kluckner, Barbara Oberleitner, Hochzeit 1997.

Klaus Kluckner und Barbara geb. Obleitner haben drei Kinder:

– Theresa Kluckner,

– Paul Kluckner,

– Peter Kluckner.     

Theresa Kluckner , Paul Kluckner  und Peter Kluckner.

Michael Kluckner (1909-1981) und Maria Schweighofer (geb. 1906) haben somit 12 Enkelkinder, alle gemeinsam abgebildet auf einem historischen Foto (um 1976):

Von li: Michael Kluckner, Christl Waldhart, Klaus Kluckner (vorne), Gerda Waldhart, Claudia Alber, Monika Waldhart (vorne), die Großeltern Michael Kluckner und Maria geb. Schweighofer, Maria Alber (davor), Thomas Alber, Manuela Kluckner, Elisabeth Alber, Martin Alber (hinten), Fredi Kluckner (vorne).

 

Familienfoto anlässlich der Goldenen Hochzeit 2012 von Alois Kluckner und Elsa geb. Hellrigl: vorne links Prisca und Michael Kluckner; dahinter von links: Barbara und Klaus Kluckner mit den Kindern Peter und Paul; die Geschwister Michael Kluckner (mit Martina und Sohn Elias) und Sabina (mit Ehemann Simon Vlachos und Sohn Jannis); hinter dem Jubelpaar Elsa und Alois Kluckner Tochter Manuela Kluckner und Ehemann Markus Nairz; dahinter Elisabeth und Fredi Kluckner, dazwischen deren Söhne Stefan und Manuel.

 

7. Die Kluckner auf dem „Gasslerhof“

Der „Gasslerhof“, benannt nach der Besitzerfamilie Gassler in den Jahren 1837-1907, ist eine eigenständige Hofstelle in Brand/Telfs, dessen Wohnräume sich allerdings im selben Wohnhaus in Brand befinden, in dem auch jene des „Brandnerhofs“ untergebracht sind.

Diese beiden Hofstellen gehen aus dem sehr alten Hof hervor, der urkundlich bereits 1563 als „Hof zu Prant“ erwähnt ist (s.o.). 1626 wird in der Hertenbergischen Steuerbereitung „eine neue Behausung“ genannt, die dann um 1665 abbrennt17, siehe oben. Der wieder aufgebaute Hof wird dann in der Verlassenschaftsabhandlung nach Hans Krug vom 12.11.1665 auf die beiden Brüder Hans Krug und Nikolaus Krug aufgeteilt (s.o. “Brandnerhof“).

Wie nicht schwer zu verstehen, kommt es im Lauf der Jahre durch das enge Zusammenleben von zwei Hofgemeinschaften mit den jeweiligen Familien verschiedenen Alters, Knechten und Mägden (meist unverheiratet), dem Viehbestand, der gemeinsamen Nutzung von Hausanteilen (Stiegen, Abtritte, Hausgängen…) etc. immer wieder zu Uneinigkeiten, die zum Teil auch vor Gericht ausgetragen werden. Dazu zwei Beispiele:

⇒ Am 12.4.1718 werden vor Gericht in einem Vergleich zwischen den Parteien die Probleme rund um die Jauchengrube, die Zuständigkeiten bei der Errichtung und Erhaltung von Zäunen, die Erhaltung des Kellers, die Errichtung einer Mauer statt einer Bretterwand zum Schutz vor Wasserschäden im Stall, die Holznutzung auf den Weideflächen etc. geregelt18.

⇒ Am 12.8.1729 werden in einem weiteren Vergleich Probleme wegen der Obstbäume des Georg Krug [„Brandnerhof“] abgehandelt (die den Lichteinfall in die Stube des Elias Krug [„Gasslerhof“] behindern), die Zuteilung der Obsternte eines gemeinsamen Apfelbaumes geregelt (jedes Jahr abwechselnd), die Beschränkung auf jeweils maximal acht Hühnern, die bei der gemeinsamen Haustür hinaus- und hereingelassen werden dürfen, vereinbart. Die Einhaltung dieser Vereinbarungen haben beide Parteien „mit Mund und Händen angelobt, zugesagt und versprochen….“19.

Der Brandnerhof/Gasslerhof auf einer historischen Aufnahme, zu ebener Erde die „Untneier“ vom „Gasslehof“,im oberen Stockwerk die „Obenauer“ vom „Brandnerhof“. 

Übersicht: Die Besitzer auf dem ungeteilten Hof in Brand bis 1665 und die Besitzer auf dem 1665 geteilten Hof („Brandnerhof“ und „Gasslerhof“) bis heute (die Jahreszahlen beziehen sich auf die Zeit des Eigentums am entsprechenden Hof):

 

a) 1907/1910: Der „Gasslerhof“ geht an die Kluckner

Josef Gassler, seit 7.8.1892 Eigentümer des „Gasslerhofes“, verkauft sein gesamtes Hab und Gut an drei Personen:

An Anton Klieber in Wildermieming verkauft er am 12.3.1907 um 4.800 Kronen die Grundstücke in Telfs mit den dazugehörigen Waldungen, 25 Stück Rindvieh, 27 Schafen und einem Schwein20.

An Alois Kluckner (31.10.1884-12.11.1917), den im oberen Stock des Hauses („Brandnerhof“) wohnenden 23jährigen ledigen Sohn der Hofbesitzer Paul Kluckner und Marianna Reindl, verkauft er ebenfalls am 12.3.1907 um 9.200 Kronen den übrigen Hof (mit Ausnahme eines Galtmahdes in „Wildmoos ober dem Brüggl“) mit den dazugehörigen Waldungen, 2 Schweinen, einer Kalbin und einem 1 ½ jährigen Öchsele21.

An die Brüder Josef und Johann Hieber verkauft er am 28.12.1910 je zur Hälfte das Galtmahd in „Wildmoos ober dem Brüggl“22.

 

b) Alois Kluckner (1884-1917)

Alois Kluckner muss als Soldat einrücken, er kommt nicht mehr aus dem Krieg zurück: am 12.12.1817 stirbt er am Monte Pertica bei Feltre.

Alois Kluckner, der erste Besitzer auf dem „Gasslerhof“, gefallen am 12.12.1917 am Monte Pertica bei Feltre als Patrouilleführer im 2. Regiment der Tiroler Kaiserjäger, 21. Feldkompagnie.

Aus der Einantwortungsurkunde vom 12.7.1918, verbüchert am 19.7.1918, geht hervor, dass auf dem „Gasslerhof“ neben dem verstorbenen Besitzer Alois Kluckner auch seine Geschwister Elisabeth, Anna und Johann Kluckner arbeiten. Sie erhalten für ihre Lohnforderungen ein entsprechendes Pfandrecht.

Den Hof erhält laut der zitierten Einantwortungsurkunde der um 7 Jahre jüngere Bruder des Verstorbenen, der am 3.2.1891 geborene Andreas (Andrä) Kluckner (3.2.1891-21.4.1961).

 

c) Andreas Kluckner (1891-1961) und Maria Neuner (1891-1981)

Andreas Kluckner (3.2.1891-21.4.1961) ist der zweite „Gasslerhofbesitzer“ aus dem Kluckner-Clan in Brand.

Am 11.9.1922 heiratet er Maria Neuner (5.12.1891-13.10.1981), Tochter vom Sagschneider Nikolaus Neuner (25.11.1853-25.2.1920) und Martina Agerer (6.2.1869-27.5.1954) vom „Saglhof“ in Telfs.

> Zur Familie von Maria Kluckner geb. Neuner siehe unten Exkurs 1, zur Familie von Martina Neuner geb. Agerer siehe Exkurs 2.

Andreas Kluckner (1891-1961) und Maria geb. Neuner (1891-1981) mit ihren beiden Kindern Josef (geb. 1923) und Mara (geb. 1927).

 

Andreas Kluckner und Maria geb. Neuner im fortgeschrittenen Alter.

 

Andreas Kluckner (3.2.1891-21.4.1961) übernimmt den Hof mit Einantwortungsurkunde vom 12. Juli 191823 nach dem Tod seines Bruders Alois Kluckner, einem Opfer des 1. Weltkrieges (gefallen 1917).

Am 27.2.1942 kauft er von seinem Neffen Josef Krug vom „Locherhof“ in Platten ein Galtmahd in Wildmoos, das ursprünglich vom „Schallelerhof“ in Bairbach stammt24.

Seine Frau Maria Kluckner geb. Neuner erhält 1949 auf Grund einer testamentarischen Verfügung eine Bergwiese samt dazugehörigen Waldteilen in Wildmoos von ihrer am 29.6.1949 verstorbenen Schwester Antonia Neuner verehelichte Klotz25.

Ebenfalls 1949 erhält Maria Kluckner geb. Neuner auf Grund einer Schenkung26 die „Lottensee-Liegenschaft“, ein Galtmahd in Wildmoos. Josef Klotz bedankt sich damit bei seiner Schwägerin Maria Kluckner geb. Neuner für die Pflege seiner todkranken Frau und Schwester von Maria Kluckner geb. Neuner, Antonia Neuner verehel. Klotz (27.9.1898-29.6.1949).

Die Lottensee-Liegenschaft mit der 1968 errichteten und inzwischen mehrfach erweiterten Lottenseehütte. Im Vordergrund die Fläche des temporären „Lottensees“.

Andreas Kluckner und Maria geb. Neuner haben zwei Kinder:

  • JOSEF KLUCKNER (1923-2020), heiratet 1952 (Doppelhochzeit mit Schwester Maria Kluckner, s.u.) die ANNA KRANEBITTER und übernimmt den „Gasslerhof“ (s.u.).

Die Doppelhochzeit der Geschwisterpaare Josef Kluckner mit Anna geb. Kranebitter und Maria geb. Kluckner mit Franz Kranebitter 1952.

  • Maria Kluckner (2.12.1927-14.3.2015), heiratet 1952 Franz Kranebitter (13.6.1919-7.10.2012). Er ist der Bruder der beiden Schwestern Aloisia Kranebitter und Anna Kranebitter, der Frau des Schwagers Josef Kluckner (s.o.).

 

Maria Kranebitter geb. Kluckner (1927-2015) und Franz Kranebitter (1919-2012).

Aus der Ehe von Franz Kranebitter und Maria geb. Kluckner stammen die Kinder:

– Anna Kranebitter, 1993 den Emil Maringele. Das Ehepaar bleibt kinderlos.  

Anna geb. Kranebitter und Emil Maringele.

 

– Herta Kranebitter, heiratet  Heinz Middeke. Ihr Sohn Thorsten Middeke und seine Frau Sandra haben die Söhne Niklas Middeke und Tim Middeke.

3 Middeke-Generationen: die Großeltern Herta geb. Kranebitter und Heinz Middeke, die Eltern Thorsten und Sandra Middeke, die Kinder Niklas und Tim Middeke.

 

  • Karl Kranebitter und seine Frau Maria haben die Söhne Andreas Kranebitter und Markus Kranebitter.
Die Eheleute Karl und Maria Kranebitter.

 

Andreas und Markus Kranebitter.

  

d) Josef Kluckner (1923-2020) und Anna geb. Kranebitter (1926-2008)

Josef Kluckner, 1923-2020.

                     

Anna Kranebitter verehel. Kluckner (1926-2008).

Josef Kluckner (geb. 1923) ist der dritte Kluckner-„Gasslerhof“-Besitzer. Er heiratet 1952 die Anna Kranebitter (15.8.1926-21.4.2008), die Schwester seines Schwagers Franz Kranebitter (s.o.).

Josef Kluckner (1923-2020) und Anna Geb. Kranebitter (1926-2008).

Mit dem Übergabsvertrag vom 20.10.196027 geht der „Gasslerhof“ von seinem Vater Andrä Neuner auf ihn über.

Die alten und neuen Gasslerhof-Besitzer: in der Mitte Maria geb. Neuner und Andreas Kluckner, flankiert von Anna geb. Kranebitter und Josef Kluckner.

Auf dem Grundstück in Wildmoos, das die Mutter Maria Kluckner geb. Neuner von ihrem Schwager Josef Klotz schenkungsweise erhalten hat, und auf dem sich (fast) jedes Jahr im Frühjahr der „Lottensee“ bildet und ein beliebtes Wanderziel darstellt, errichtet Josef Kluckner 1968 die „Lottenseehütte“. 1970 erfolgt die erste Erweiterung. Die Bewirtschaftung der Hütte nimmt die ganze Arbeitskraft von ihm und seiner Frau Anna in Anspruch, deshalb wird die Bauerschaft in Brand verpachtet. 1980 und 1989 erfolgen weitere bauliche Veränderungen (Vergrößerung, Modernisierung).

Josef und Anna Kluckner geb. Kranebitter mit den Töchtern Margreth, Gertrud und Hedwig (cà 1963), Sohn Martin ist noch nicht dabei.

Josef Kluckner und Anna Kranebitter haben die Kinder:

  • Margareth Kluckner, geb. und verst. 1953.
  • Gertrud Kluckner, heiratet Hermann Neuner.

Gertrud Kluckner verehel. Neuner, Hermann Neuner.

  Kinder von Hermann Neuner und Gertrud geb. Kluckner:

    • Alexandra Neuner, heiratet  Mag. Karl Wechselberger, Jurist, Abteilungsleiter des Pensions- und Pflegegeldservice in der Sozialversicherungsanstalt der gewerblichen Wirtschaft Landesstelle Tirol. Sie haben einen Sohn Michael Wechselberger und eine Tochter Miriam Wechselberger.

Alexandra Neuner verehel. Wechselberger (geb. 1976), Karl Wechselberger, Michael Wechselberger (2007), Miriam Wechselberger (2009).

 

    • Claudia Neuner, erfolgreiche Dr. med., Partnerschaft mit Georg Parth, zwei Söhne: Clemens Neuner und Felix Neuner.
Claudia Neuner mit ihrem Partner Georg Parth.

 

Clemens Neuner und sein Bruder Felix Neuner.

 

  • Hedwig Kluckner, heiratet Siegfried Wohlfart (20.8.1952-27.8.2001).
Hedwig Kluckner verehel. Wohlfart, Siegfried Wohlfahrt (1952-2001).

 

Die Kinder von Siegfried Wohlfahrt und Hedwig geb. Kluckner:

– Susanne Wohlfart mit Partner Wolfgang Kofler, eine Tochter Sophia Wohlfart.

Susanne Wohlfart, Wolfgang Kofler, Sophia Wohlfart.

 

– Melanie Wohlfart, heiratet Daniel Eggertsberger, zwei Söhne: Lukas Eggertsberger und Martin Eggertsberger.        

Melanie Wohlfart verehel. Eggertsberger, Daniel Eggertsberger, Lukas Eggertsberger, Martin Eggertsberger.

 

  • Margarethe Kluckner,  heiratet Franz Oberleitner.

– Ihre Tochter ist Katrin Oberleitner.   

Margarethe Kluckner verehel. Oberleitner, Franz Oberleitner, Katrin Oberleitner.

 

Oberleitner Franz mit Tochter Kathrin Oberleitner.

 

  • MARTIN KLUCKNER heiratet SONJA MAIR, siehe nächstes Kapitel.
Martin Kluckner, Sonja Mair verehel. Kluckner.

 

Josef Kluckner und Anna geb. Kranebitter mit ihren Kindern (hinten, von links) Hedi, Martin, Margarethe und Gertrud. Foto: Archiv Kluckner.

 

Familientreffen 2013 zum 90er von Josef Kluckner: neben dem Jubilar seine Schwester Maria Kranebitter geb. Kluckner (geb. 1927); hinten (von links) seine 4 Kinder Martin, Hedi, Gertrud, und Margarethe. Gratulant Bürgermeister Christian Härting.

e) Martin Klucknerund Sonja geb. Mair 

Martin Kluckner besitzt derzeit den „Gasslerhof“, er ist der vierte Kluckner-Besitzer auf dieser Hofstelle.

Er heiratet 2015 (Partnerschaft seit 1986) Sonja Mair, Tochter von Alfred Mair (10.7.1943-12.5.2018) und Josefine Nardon vom Flaurlinger-Berg.

Die Eheschließung erfolgt in zwei Etappen: am Mittwoch, 20.5.2015 wird unter größter Geheimhaltung (eingeweiht werden nur die beiden Töchter) und bei Schneegestöber vor dem Standesamt (sogar ohne inzwischen nicht mehr vorgeschriebenen Trauzeugen) nach 19jähriger Partnerschaft(!) die Ehe geschlossen. 3 Tage später, am Samstag dem 23.5.2015 wird auf der hauseigenen Lottenseehütte Martin Kluckners runder Geburtstag mit allen Familienmitgliedern, vielen Freunden und Stammgästen groß gefeiert, mit Gedichten, Sketschen, einem leibhaftigen Esel als Geschenk usw. Bei der Eröffnung des Kuchenbuffets wird der Vorhang gelüftet (im wahrsten Sinn des Wortes): statt der Geburtstagstorte gibt’s die Hochzeitstorte. „Dann war der Bär los…“ (© Sonja Mair, nunmehrige Kluckner).

 

Das Brautpaar Sonja und Martin Kluckner, nach 19jähriger „Kür“ nun in der „Pflicht“.

 

Die Familie von Sonja Mair verehel. Kluckner (Silberhochzeit): von li: Mutter Josefine geb. Nardon, Sonja (spätere Kluckner), Georg, Maria, Vater Alfred. Vorne Daniel, erstes Kind von Maria.

 

25 Jahre später bei der Goldenen Hochzeit. von li: Georg Mair mit Frau Sabine geb. Fritz und die Töchter Martina und Daniela, das Jubelpaar Josefine und Alfred Mair, Sonja Kluckner (geb. Mair) mit Ehemann Martin Kluckner und den beiden Töchtern Patrizia und Nicole, vorne: Maria Jaitner (geb. Mair) mit Ehemann Peter Jaitner und Sohn Christoph (liegend), rechts außen stehend Marias Sohn Daniel mit seiner (damaligen) Partnerin Stefanie und deren beiden Kleinkindern Leonie und Jonas (vorne). 

Martin Kluckner und Sonja Mair bauen 1992 in der unmittelbaren Nähe des „Gasslerhofes“ ein neues Haus.

Das neue Wohnhaus der Familie von Martin und Sonja Kluckner. Im Hintergrund links der Brandnerhof/Gasslerhof. Gemälde von A. Eggel 1999.

Während der Sommersaison übersiedeln Martin und Sonja Kluckner als Wirtsleute auf die „Lottensee-Hütte“, in der Wintersaison wird die Hütte jeden Tag von Zuhause aus versorgt.

Die „Lottenseehütte“ im Lauf der über 50jährigen Geschichte.

 Martin Kluckner und Sonja geb. Mair haben zwei Töchter:

  • Patrizia Kluckner, und
  • Nicole Kluckner.  
Patrizia Kluckner, Nicole Kluckner.

       

 

 

 

Exkurs 1: Der Neuner-Clan vom „Saglhof“.

Die Frau von Andreas Kluckner (1891-1961), Maria geb. Neuner (1891-1981), stammt aus der Familie Neuner vom „Saglhof“ in Sagl/Telfs.

a) Der „Saglhof“ in Telfs und die Familie Neuner

Der „Saglhof“ geht auf eine uralte, bescheidene Sägemühle mit einem kleinen hölzernen Söllhäusl in Telfs/Kofental zurück, die bereits 1554 urkundlich erwähnt wird. Besitzer war damals Stefan Kranebitter. Dieses Anwesen liegt unmittelbar unterhalb des „Brandnerhofes“/“Gasslerhofes“ in Brand.

Sieben Genarationen nach dieser ersten urkundlichen Erwähnung kauft diesen Hof  1758 ein Andrä Neuner vom „Schallelerhof“ in Bairbach. Seither sind in der achten Generation Neuner-Familien auf diesem Anwesen. Am 5.12.1891 kommt hier Maria Neuner auf die Welt, die am 11.9.1922 zu Andreas Kluckner auf den benachbarten „Gasslerhof “ heiraten wird. Maria Neuner verehel. Kluckner ist die väterliche Großmutter des derzeitigen Besitzers des „Gasslerhofes“, Martin Kluckner.

Der Käufer des „Saglhofs“ Andrä Neuner (1694-1771), ist verehelicht mit Maria Zoller (Eheschließung 13.7.1716, s.o.). Er ist Bauer auf dem „Schallelerhof“ in Oberbairbach. Die Eheleute haben 10 Kinder.

Am 17.12.1758 kauft er für seinen „weichenden“ Sohn Georg Neuner (geb. 26.3.1733, s.u.) in Telfs/Sagl den „Saglhof“, den er ihm dann 1760 übergibt.

Das Kaufobjekt beinhaltet „eine Söllbehausung, samt der dabeibefindlichen Säge, dann einen alten Stadl und Stall, hinter und unter dem Haus im Kofental, beim Sagl genannt, dann von dem Angerle, oder Baumgarten enterseit des Kofentals den halben Teil und bei dem Haus ein kleines Obstgartl“28

Nach einer wechselvollen Geschichte (Schulden, Zerstörungen durch den Bach aus dem Kofental, Weiterführung durch Gläubiger..) erwirbt nach 7 Besitzer-Generationen 

b) Georg Neuner und Maria Grinauer (oo 1764) 

Georg Neuner (26.3.1733-3.7.1794) erhält am 15.5.1760 das ihm von seinem Vater Andrä Neuner 1758 (s.o.) gekaufte Anwesen in Telfs Sagl. Er heiratet am 9.1.1764 die Maria Grinauer (30.5.1738-2.9.1815) aus Telfs, Tochter von Georg Grinauer und Magdalena Baumann. Sie haben gemeinsam 11 Kinder:

  • Franziska Neuner (geb. 28.2.1764), heiratet am 4.8.1800 in Seefeld den Witwer Alexius Kluckner, Sohn von Caspar Kluckner und Anastasia Neuner aus Leutasch in Seefeld,
  • JOSEF NEUNER (8.3.1765-26.2.1838), heiratet am 18.1. 1800 die MARIA SARG und übernimmt die elterlichen Güter (siehe unten).
  • Maria Agnes Neuner (geb. 8.9.1766), heiratet in 1. Ehe am 27.4.1784 den Johann Oberthanner aus St. Veit, Sohn des Anton Oberthaner und seiner Frau Susanna Schneider; als Witwe heiratet sie am 8.1.1810 Andreas Kirchmayr, Sohn des Dominikus Kirchmayr und der Maria Schlapp.
  • Georg Neuner (geb. 14.10.1768), verstirbt als Kleinkind.
  • Maria Helena Neuner (geb. 13.8.1770), heiratet am 8.6.1795 den Mathias Wackerle in Wildermieming.
  • Lorenz Neuner (7.8.1772-18.12.1822), lebt später als Sagschneider in Telfes im Stubaital, wo er auch verstirbt.
  • Agnes Neuner (geb. 19.3.1774), heiratet am 25.4.1797 in Telfs den Michael Krueg, Sohn des Anton Krueg und der Eleonora Öfner.
  • Kreszenz Maria Neuner (geb. 23.6.1775), heiratet am 6.2.1797 in Seefeld den Witwer Anton Zunterer, Schullehrer und Organist, der in 1. Ehe mit Anna Kuen verehelicht war (siehe die „Zunterer-Saga“ im Jahrbuch der Gemeinde Seefeld 2011, Seite 88f, oder hier).
  • Anna Barbara Neuner (geb. 1.12.1776), heiratet am 6.8.1795 in Seefeld den Schuster Gabriel Tiefenbrunner (1761-1843), Sohn von Georg Tiefenbrunner und Maria Krug im „Bachschusterhaus“, das spätere „Haus Hubertus“ (existiert nicht mehr, an dieser Stelle befindet sich heute die Einfahrt zur Tiefgarage des Olympia Sport- und Kongresshauses). Der Ehe entstammen zwölf(!) Kinder, aber keines davon kann eine Ehe schließen bzw. eine Familie gründen (siehe die „Tiefenbrunner Saga“ im Jahrbuch 2014 der Gemeinde Seefeld, Seite 105f, oder hier).
  • Anna Neuner, (23. 3.1778-18.11.1808), heiratet am 22.1.1799 den Ignaz Seelos, Floßmann in Telfs, Sohn des Anton Seelos und der Maria Köll.
  • Georg Neuner, (17.10.1779-13.1.1809), Sagschneider in Telfs, heiratet am 26.4.1808 die Franziska Rödlach, Tochter des Johann Rödlach und der Maria Scholl, verstirbt aber bereits mit 32 Jahren.

c) Joseph Neuner und Maria Sarg (oo 1800)

Joseph Neuner (8.3.1765-26.2.1838) übernimmt den „Saglhof“ mit der Sägemühle und den anderen zugehörigen Gütern am 28.7.1794 um 2.590 Gulden von seinem Vater Georg Neuner.

Er heiratet am 18.1. 1800 die Maria Sarg (6.12.1777-8.6.1854) aus Oberperfuss, Tochter des Witwers Bartholomäus Sarg, Sohn von Vitus Sarg und Maria Marckt, und seiner zweiten Frau Magdalena Kreizzer, Tochter von Andreas Kreizzer und Anna Schatz aus Oberhofen. In erster Ehe ist Bartholomäus Sarg mit Theresia Kranebitter (verst. 13.8.1773; Eheschließung 13.1.1772) verehelicht, Tochter von Georg Kranebitter und Maria Selichin aus Telfs. Die zweite Ehe schließt er mit Magdalena Kreizzer am 8.5.1775.

Josef Neuner (1765-1838) und Maria Sarg (1777-1854) haben 9 Kinder, wovon 2 bereits im Kindesalter versterben. Die anderen sieben Kinder sind:

  • Elisabeth Neuner (geb. 19.10.1801), hat eine außereheliche Tochter Elisabeth Neuner.
  • Anna Maria Neuner (16.7.1803-11.5.1888), verstirbt als ledige Häuserin mit 85 Jahren.
  • Maria Anna Neuner (8.10.1806-23.5.1846), heiratet am 7.1.1833 den Peter Schönach, Sohn von Jakob Schönach und Maria Gfaser, stirbt als Witwe mit 40 Jahren.
  • JOH. GEORG NEUNER (11.6.1808-22.4.1897), heiratet in 1. Ehe am 13.4.1847 die JOSEFA SEELOS, in 2. Ehe am 11.1.1859 Maria Oberthanner, übernimmt den Saglhof (siehe unten).
  • Sebastian Anton Neuner (geb. 10.1.1810), wird Tischler.
  • Alois Neuner (geb. 6.5.1812), wird Dienstknecht in Innsbruck.
  • Franz Neuner (geb. 4.10.1815), heiratet am 5.2.1866 die Anna Mußack, Tochter von Joseph Mußack und Kreszenz Dietrich.

d) Joh. Georg Neuner und Josefa Seelos (1847) bzw. Maria Oberthanner (1859)

Joh. Georg Neuner (11.6.1808-22.4.1897) übernimmt nach dem Tod seines Vaters Josef Neuner am 26.2.1838 die Güter des „Saglhofes“ mit dem Gewerbe der Sagmühle. Er heiratet am 13.4.1847 die Josefa Seelos (20.9.1823-25.3.1858), Tochter des Josef Seelos „Kössler“ (29.1.1786-7.11.1835) und der Katharina Nairz „Kramer“ (22.9.1786-11.12.1861) aus Leutasch/Moos. Josefa Seelos ist eines der 13 Kinder dieser Familie.

Joh. Georg Neuner und Josefa Seelos haben 8 Kinder, zwei davon versterben im Kindesalter, die anderen sechs Kinder sind:

  • Magdalena Neuner (29.1.1848-2.3.1900), sie verstirbt in Inzing Nr. 81.
  • Josef Neuner (geb. 2.7.1849), heiratet mit 45 Jahren am 15.10.1894 nach Telfs/Platten zur 28jährigen Kreszenz Witting (geb. am 6.4.1866), Tochter von Franz Witting und Maria Fritz in Pfaffenhofen. Kreszenz Witting ist bereits Witwe nach dem Bauer und Schuster Josef Ruetz vom „Klammerhöflein“ in Telfs/Platten, Sohn von Johann Ruetz und Maria Ostermair, den sie am 29.7.1889 geheiratet hat und der am 4.10.1893 nach 4 Ehejahren an einem bösartigen Kropf mit nur 36 Jahren verstorben ist und eine junge Witwe mit drei kleinen Kindern hinterlassen hat.
  • Nothburg Neuner (geb. 16.6.1850), verehelichte Lang beim Fazeler in Pfaffenhofen.
  • NIKOLAUS NEUNER (25.11.1853-25.2.1920), übernimmt das elterliche Erbe, heiratet am 3.2.1891 die MARTINA AGERER, siehe unten.
  • Anna Neuner (geb. 9.1.1855), verehelichte Neurauter in Mötz.
  • Ehrenreich Neuner (1.7.1856-13.3.1939), heiratet am 10.4.1904 Anna Klieber, Tochter von Johann Klieber und Maria Köll.

Die Mutter Josefa Seelos verstirbt einige Tage nach der Geburt ihres achten Kindes (das während der Geburt am 13.3.1858 verstorben ist) mit nur 35 Jahren an Kindbettfieber. Sie hinterlässt einen Witwer mit sechs kleinen Kindern im Alter zwischen 2 und 10 Jahren.

Der Witwer Joh. Georg Neuner heiratet ein knappes Jahr nach dem Tod seiner ersten Frau Josefa Seelos am 11.1.1859 in 2. Ehe (mit Dispens wegen Blutsverwandtschaft im 3. Grad) die Maria Oberthanner (verst. 3.4.1889 mit 67 Jahren), Tochter von Josef Oberthanner und Walburg Krug. Aus dieser Ehe stammt eine weitere Tochter:

  • Katharina Neuner (geb. 1.4.1861), die später in Inzing lebt und dort verstirbt.

e) Nikolaus Neuner und Martina Agerer (oo 1891)

Nikolaus Neuner (25.11.1853-25.2.1920), Sohn aus der ersten Ehe von Joh. Georg Neuner und Josefa Seelos, übernimmt das elterliche Erbe und damit den „Saglhof“. Er heiratet am 3.2.1891 die Martina Agerer (6.2.1869-27.5.1954). Sie ist die Tochter der Bauersleute in Wald/Gemeinde Obsteig Anton Agerer (20.2.1828-9.7.1888) und Katharina Vögele (geb. 7.5.1826).

Zur Familie von Martina geb. Agerer siehe unten Exkurs 2.

Nikolaus Neuner (1853-1920) und Martina geb. Agerer (1869-1954).

 

Aus der Ehe von Nikolaus Neuner und Martina geb. Agerer stammen zehn uns bekannte Kinder:

  • MARIA NEUNER (5.12.1891-13.10.1981), heiratet am 11.09.1922 den ANDREAS (ANDRÄ) KLUCKNER vom „Gasslerhof“. Siehe dort.
  • Josef Neuner (18.3.1893-22.11.1917), gefallen als Kaiserjäger im 1. Regiment am Monte Meletta.
  • Johann Neuner (5.8.1894-27.1.1915), gefallen am Dukla-Pass in den Karpaten.
  • Adelheid Neuner (9.5.1896-4.5.1975), heiratet am 4.4.1921 in Telfs den Eduard Dollinger. Deren Sohn Edi Dollinger jun. (1923 cà -23.2.1943) fällt im Krieg südlich von Charkov (Ukraine).
  • Antonia Neuner (27.9.1898-29.6.1949), heiratet in Telfs am 9.2.1926 den Josef Klotz. Wird am Ende ihres Lebens von der Schwester Maria Kluckner Neuner in Brand gepflegt. Als Dank schenkt ihr der Witwer Josef Klotz das „Lottensee-Grundstück“, auf dem heute die Lottenseehütte steht.
  • Ferdinand Neuner (8.12.1899-1.5.1900)
  • Nikolaus Neuner (22.1.1902-4.2.1968), heiratet am 22.11.1938 die Maria Draxl und übernimmt den „Saglhof“.
  • Hermann Neuner (23.7.1904-30.3.1979), Sagschneider, heiratet am 7.4.1931 die Johanna Köll (1.9.1904-11.1.1977), Fabriksarbeiterin, Tochter von Anton Köll und Roberta Dölsch.
  • Alois Neuner (geb. 7.8.1907), heiratet am 1.10.1931 die Josefa Schneider.
  • Franz Neuner (geb. 7.5.1911), heiratet am 14.6.1936 in Telfs die Maria Gapp.

 

Drei Geschwister von Maria Neuner verehel. Kluckner: Josef Neuner, geb. 1893; Antonia Neuner verehel. Klotz, geb. 1898; Nikolaus Neuner, geb. 1902.

 

Die Sagschneider-Familie von Nikolaus Neuner und Martina geb. Agerer in Sagl/Telfs. 

 

 

 

Exkurs 2: Der Agerer-Clan in Mieming

Die Ehefrau von Nikolaus Neuner (1853-1920), Martina Neuner geb. Agerer (1869-1954), stammt vom Mieminger Plateau.

Ihre Eltern sind Anton Agerer (20.2.1828-9.7.1888) und Katharina Vögele (7.5.1824-25.7.1918), deren Eheschließung erfolgt am 8.6.1868 in Lähn/Bichlbach. Die Eltern von Katharina Vögele sind Lorenz Vögele und Katharina Rappold.

Es sind uns keine Geschwister von Martina geb. Agerer bekannt.

a) Georg Agerer und Katharina Kerscher (oo um 1690) 

Die ersten namentlich bekannten Ahnen von Martina Neuner geb. Agerer (geb. 1869) sind der Jäger Georg Agerer (geb. cà 1646 im Unterinntal, zu schließen aus der Eintragung seines Todes mit 90 Jahren im Sterbebuch Mieming am 26.3.1736) und seine Frau Catharina Kerscher (geb. cà 1656, laut Sterbeeintragung in Mieming am 2.5.1736 mit 80 Jahren) in Barwies (damals Pfarre Mieming).

Ihre Eheschließung liegt im Dunkeln, aber die Taufen/Geburten mehrerer Kinder sind in den Kirchenbüchern von Mieming zu finden. Daraus lässt sich auf die Eheschließung um 1690 schließen:

  • Dorothea Agerer (geb. 12.9.1691),
  • Rudolf Agerer (geb. 5.8.1694),
  • Sabina Agerer (geb. 27.10.1695),
  • Maria Theresia Agerer (geb. 3.5.1698).
  • LORENZ (LAURENTIUS) AGERER (geb. 10.8.1707), heiratet am 2.6.1738 die ELISABETH KEIL. Siehe unten.

Kinder, Sterbedaten oder oder eine Eheschließung sind uns nur vom „Nachzügler“ Lorenz Agerer (geb. 1707) bekannt. 

Der „Plattenhof“ heute. Vor 300 Jahren kommt hier Elisabeth Keil, spätere Ehefrau von Lorenz Agerer, auf die Welt.

 

b) Lorenz Agerer sen. und Elisabeth Keil (oo 1738)

Lorenz Agerer sen. (geb. 10.8.1707) wird wie der Vater Jäger in Krebsbach/Mieming und heiratet in Mieming am 2.6.1738 die Elisabeth Keil, Tochter von Jakob Keil und Brigitta Öfner aus Platten/Telfs.

Jakob Keil ist von 1719-1745 Gastwirt und Besitzer des „Plattenhofes“ in Platten/Telfs. Er und seine Frau Brigitta Öfner haben gemeinsam 5 Kinder:

– Anna Keil, heiratet am 3.6.1733 in Telfs den Wirt Franz Caspar Baumgartner, Sohn von Gallus Baumgartner und Catharina Sieberer.

– Maria Keil, heiratet in 1. Ehe einen Neuner, als Witwe den Paul Berchtold in Innsbruck/Allerheiligen.

– Franz Keil, erwirbt noch als Lediger am 2.12.1731 die Wirtsbehausung „Weintrauppen“(sic) in Telfs und heiratet kurze Zeit später am 22.1.1732 in Telfs sie Susanna Hörting. Die Familie Hörting in Telfs kennen wir auch aus der Seefelder Dorfgeschichte, deren Mitglieder aus Telfs „eingewandert“ sind (u.a. Anton Hörting als Besitzer des Post-Gasthofes).

– Johann Keil, übernimmt den elterlichen „Plattenhof“ und heiratet am 22.1.1742 die Ursula Regensburger aus Silz, Tochter von Johann Regensburger und Anna Kirchmayr.

ELISABETH KEIL heiratet den LORENZ AGERER, Jäger in Barwies. Siehe dort.

 

Aus dieser Ehe von Lorenz Agerer sen. und Elisabeth Keil stammen neun Kinder:

  • Johann Georg Agerer (geb. 6.5.1739).
  • LORENZ AGERER jun (geb. 17.11.1740). Er heiratet am 14.1.1783 in Mieming die ANNA MARIA KRISMER (siehe unten).
  • Rudolf Vitus Agerer (geb. 15.4.1743).
  • Theresia Agerer (geb. 30.5.1745).
  • Felix Erasmus Agerer (geb. 30.5.1747). Heiratet in Mieming am 9.4.1782 die Maria Gritsch, Tochter von Melchior Gritsch und Catharina Hochenberger aus Fronhausen/Mieming.
  • Anna Agerer (geb. 23.6.1751).
  • Gregor Agerer (geb. 12.5.1754).
  • Maria Elisabeth Agerer (geb. 7.2.1756).
  • Johanna Agerer (geb. 18.5.1758).

In Mieming (zu dieser Pfarre gehören damals u.a. die Orte Barwies [u.a. mit dem Weiler Krebsbach] und Fronhausen) sind von diesen Kindern nur die Eheschließungen von Laurentius Agerer (geb. 1740) und Felix Agerer (geb. 1747) bekannt.

c) Lorenz Agerer jun. und Anna Maria Krismer (oo 1783)

Lorenz Agerer jun. (geb. 17.11.1740) heiratet am 14.1.1783 in Mieming Anna Maria Krismer, Tochter von Martin Krismer und Barbara Fiegin aus Arzl. Aus dieser Ehe sind uns folgende Kinder bekannt:

  • JOSEF AGERER (geb. 8.10.1783), heiratet am 17.8.1813 MARIA DEUTSCHMANN (siehe unten).
  • Laurentius Agerer (geb. 28.3.1785).
  • Maria Theresia Agerer (geb. 25.10.1787).
  • Eustachius Agerer (geb. 13.9.1789).
  • Anton Agerer (geb. 7.8.1791). Wird Krämer und Bierwirt in Mieming. Heiratet am 1.5.1821 die Barbara Plattner und als Witwer in 2. Ehe am 11.6.1822 die Monika Ris. Aus der ersten Ehe stammt der Sohn

 – Josef Agerer (geb. 1822),

aus der zweiten Ehe mit Monika Ries stammen die Kinder

– Theresia Agerer (geb. 1824),

– Eustachius Tadäus Alois Agerer (geb. 1828) und

– Johann Agerer (geb. 1831), weitere drei Kinder aus dieser Ehe sterben bei der Geburt (1823, 1826, 1827).

Nach dem Tod von Anton Agerer hat die Witwe Monika Ris noch ein uneheliches Kind, das allerdings bei der Geburt verstirbt (1835).

 

d) Josef Agerer und Maria Deutschmann (oo 1813)

Josef Agerer (geb. am 8.10.1783), ist zuerst königlich-bayrischer Forstwärter, ein Hinweis auf die damalige Zugehörigkeit Tirols zu Bayern!

Bei seiner Eheschließung am 17.8.1813 in Mieming mit der 1787 in Arzl geborenen Maria Deutschmann ist er „Revierförster“ in Krebsbach, die bayrische Fremdherrschaft ist überwunden. Maria Deutschmann ist die Tochter des Müllermeisters Jakob Deutschmann und seiner Frau Gertraud Götsch.

Josef Agerer und Maria Deutschmann haben 10 Kinder:

  • Maria Anna Agerer (geb. 26.9.1814).
  • Alois Agerer (geb. 1.11.1816).
  • Josef Agerer (geb. 14.5.1818).
  • Johann Georg Agerer (geb. 6.(?) 12.1819).
  • Theres Agerer (geb. 20.10.1821, +).
  • Anton Agerer I. (geb. 20.12.1822), verstirbt als Kleinkind.
  • Theresia Katharina Agerer (geb. 16.9.1824).
  • Isidor Agerer (geb. 11.7.1826, +).
  • ANTON AGERER II (geb. 20.2.1828), „nachgetauft“, heiratet KATHARINA VÖGELE (7.5.1824-25.7.1918). Siehe unten.
  • Maria Theresia Agerer (geb. 24.9.1829), verstirbt als Kleinkind.

 

e) Anton Agerer und Katharina Vögele (oo 1868)

Anton Agerer (20.2.1828-9.7.1888), heiratet am 8.6.1868 in Mieming Katharina Vögele, die Tochter von Lorenz Vögele und Katharina Rappold aus Lähn/Bichlbach.

  • Martina Agerer (6.2.1869-1954), ist das einzige (bekannte) Kind dieser Eheleute. 

Sie heiratet vom Mieminger Plateau am 3.2.1891 nach Telfs zum Sagschneider Nikolaus Neuner in Sagl, aus deren Ehe stammt Maria Neuner (1891-1981), die Frau vom zweiten „Gasslhof“-Besitzer aus dem Kluckner-Clan, Andreas Kluckner (s.o.).  Sie dazu oben die Ausführungen im Exkurs 1 „Der Neuner-Clan vom Saglhof“.

 

 

Ein großer Dank zum Schluss

Herzlichsten Dank an alle Angehörigen des Brandner Kluckner-Clans, die durch ihre zahlreichen Informationen und die Überlassung von Fotos und anderer Materialien diese Familiensaga ermöglichten. Wenn bei den Fotos und Abbildungen nicht anders angegeben ist, stammen sie aus ihren familieneigenen „Archiven“.

Porträts wurden z.T. den Sterbebildern der online verfügbaren wunderbaren Sammlung Schwemberger29 entnommen. 

Die Organigramme und aktuelle Fotos stammen von mir.

Neben den verarbeiteten Informationen von Familienmitgliedern und eigenen Recherchen stammen viele Angaben zu den diversen Hofgeschichten und Familiengeschichten aus den Unterlagen von Dipl. Ing. Wolfgang Humer, Innsbruck, der in jahrzehntelanger mühevoller und grandioser Art und Weise alle Höfe vom „Telfer Berg“ erforscht und dokumentiert hat. Ihm gebührt dafür höchste Anerkennung und Respekt. Besonders zu danken ist ihm für die uneigennützige und unentgeltliche Überlassung dieser Forschungsergebnisse und die äußerst hilfsbereite und liebenswürdige laufende Unterstützung.

Ein herzlicher Dank gebührt ebenfalls Hansjörg Hofer und Werner Rauth  für wertvolle Informationen.

 

Um die Privatsphäre zu respektieren wurden nur Daten aufgenommen, die allgemein zugänglich sind (Matriken, Zeitungen, Sterbebilder…), bei lebenden Personen wurden überhaupt keine personenbezogenen Daten angegeben (auch wenn sie von den Betroffenen zur Verfügung gestellt wurden).

 

Hans Neuner, September 2021

  1. Den Vulgonamen „Hackl“ besitzen Kluckner-Familien“ erst seit 1847, als Thomas Kluckner vom „Urbala“ in Leutasch/Gasse nach Unterleutasch auf den bis zu diesem Zeitpunkt von Neuner-Familien mit dem Vulgonamen „Hackl“ zieht; verehelicht mit Magdalena Reindl []
  2. Verfachbuch Gericht Hörtenberg 1563 fol 105at. []
  3. Obwohl diese Hofstelle in Brand/Telfs erst ab 1837 „Gasslerhof“ heißt, wird sie in diesem Manuskript (nicht ganz korrekt, aber vielleicht hilfreich) auch schon für die Zeit vorher verwendet. []
  4. Verfachbuch Gericht Hörtenberg 1639 fol 63. []
  5. Verlassenschaftsabhandlung am 12.11.1665. []
  6. Verfachbuch Hörtenberg 1674 fol 13. []
  7. Verfachbuch Hörtenberg 1674 fol 15at. []
  8. Vormundschafts-Endrechnung vom 10.12.1836, Verfachbuch Hörtenberg 1836 fol 761H. []
  9. Landgerichtsakten, Faszikel 113. []
  10. Verfachbuch Gericht Hörtenberg 1881 fol 92. []
  11. Verfachbuch Gericht Hörtenberg 1881 fol 92. []
  12. Das Grundbuch wird 1907 angelegt und löst damit die alten Verfachbücher ab []
  13. Grundbuch Telfs, TZl 590/915. []
  14. Grundbuch Telfs TZl 669/1978. []
  15. Foto aus: https://www.youtube.com/watch?v=qVnSZL87iAg. []
  16. (http://www.brandnerhof.at/de/der-brandnerhof-in-bild-und-ton, und: https://www.youtube.com/watch?v=qVnSZL87iAg []
  17. Der Flurname „Brand“ geht somit nicht, wie man vermuten könnte, auf die Brandkatastrophe von cà 1665 zurück, sondern findet sich bereits 100 Jahre vorher im zitierten Dokument aus dem Jahr 1563. []
  18. Verfachbuch Hörtenberg 1718 fol 299H. []
  19. sinngemäße Wiedergabe von mir, Verfachbuch Hörtenberg 1729 fol 490H. []
  20. Verfachbücher Hörtenberg 1907 fol 257. []
  21. Verfachbuch Hörtenberg 1907 fol 250. []
  22. Grundbuch Telfs 7.1.1911, TZl 46/1911. []
  23. Zahl A 7/18/5, verbüchert am 18.7.1918. []
  24. Grundbuch Telfs, TZl 43/194. []
  25. Bezirksgericht Telfs, A Verlassenschaften, Faszikel 1. []
  26. Schenkungsvertrag vom 11.4.1949. []
  27. Grundbuch Telfs, TZl 1090/1961. []
  28. Verfachbuch Gericht Hörtenberg 1760 fol 235at. []
  29. sterbebilder.schwemberger.at. []